Uelzen Open Air: Selig rockten am Nachmittag

Uelzen – Rund 15.000 Besucher feierten bei der zweiten Auflage des Uelzen Open Airs am 22. August unter anderem Amy MacDonald, Jan Delay und Selig. Letztere überzeugten einmal mehr live.

„Uelzen? Uelzen? Uelzen? Uelzen? Uelzen?“ – man muss schon sagen, Humor haben sie, die Uelzener. Folgender Ausspruch ist nicht etwa einem Ortsunkundigen zuzurechnen, sondern stand auf T-Shirts, die am Samstag nachmittag in der niedersächsischen 35.000-Einwohner-Stadt beim gleichnamigen Open Air (korrigiere: „Open R“ laut Veranstalter!) zahlreiche Besucher mehr oder weniger schmückten.

Bei der zweiten Auflage – nach dem rekordverdächtigen Start mit den Ärzten vor 35.000 Besuchern im letzten Jahr – hatte die veranstaltende Karsten Jahnke Konzertdirektion ein Pop/Rock/Hiphop-Lineup gebucht, das stattlich war: Felix DeLuxe zu Beginn gegen 13.30 Uhr, dann Samy Deluxe & Band, Selig, Amy MacDonald (Blog-News dazu folgt!), Silbermond und Jan Delay & Disko No. 1 standen auf den leuchtend orangenen Plakaten.

Das Festivalgelände nahe am Hundertwasser- Bahnhof war dementsprechend auch am frühen Nachmittag bereits sehr gut gefüllt, als Jan Plewka, schlank, unrasiert und wie immer leicht freakig, auf die Bühne stürmte, als wären gerade die Batterien in seinem Rücken frisch eingesetzt worden. Zehn Jahre Pause wie weggeblasen, mächtig röhren die Gitarren, rotzig, als Plewka zu Beginn „Ist es wichtig?“ singt, tight der Sound und das Zusammenspiel, als wäre die Band nie weg gewesen vom sprichwörtlichen Fenster.

„Ja, es ist wichtig oder zumindest noch sehr, sehr gut“, möchte man antworten, denn Selig sind auch an diesem Abend, bei einem an sich beliebigen Open Air in einer Kleinstadt im Niemandsland, präsent, als ginge es um „Rock am Ring“ oder „Rock im Park“. Und nicht nur die alten Gassenhauer (insbesondere „Wenn ich wollte“ oder „Sie hat geschrien“) sitzen so angegossen wie eine alte Lieblingsjeans, sondern auch die Highlights der neuen Platte „Und endlich unendlich“ fügen sich nahtlos ein in Konzept und Ausdruck. „Wir werden uns wiedersehn“ bringt die Menge zum Tanzen und Ausgelassenheit vor die Bühne und „Schau Schau Schau“ animiert fast jeden zum Tanzen. Dazwischen das „Mädchen auf dem Dach“ und natürlich „Ohne Dich“, leicht surreal im Sonnenschein eines wunderbaren Spätsommertags – danke Selig, wir freuen uns auf die Tournee im Herbst und hoffen, dass wir euch noch ganz, ganz oft „wiedersehn“. ms / eventim / festivals / rock

Selig Club-Tour Tickets hier bei eventim.de.


Live-News direkt aus der Redaktion? Follow us at Twitter! www.twitter.com/eventimblog

EVENTIM Blog

3 Kommentare

  1. saugeil wars.
    hätte selig lieber in bischen später gesehen, aber das ist auch der einzige
    kritikpunkt.
    die ham gerockt als wären sie nie weg gewesen.
    silbermond waren auch gut, mir persönlich zu glatt.
    und jan delay hat eingach nut paty gemacht!!!
    danke ülzen ich war selig

  2. Das Festival war suuuper, vor allem Silbermond und Jan Delay haben richtig gerockt aber die Sanitäranlagen waren die totale Katastrophe!
    Und das in Zeiten der Schweinegrippe….

  3. super gefallen hat mir die band creep decay, die das uelzen open r festival eröffneten. 2000 fans der nachwuchsband waren rechtzeitig gekommen um ihre local heroes zu feiern. wann kommt es denn schon vor dass man die eigenen kinder vor so vielen stars erleben kann. weiter so, dann wird bald hinter uelzen kein fragezeichen mehr stehen. wir eulzener sind dabei!

Schreibe einen Kommentar