Pearl Jam plagt das schlechte grüne Gewissen

Seattle (sjo) – Die Alternative-Rocker von Pearl Jam werden in den nächsten Wochen rund 210.000 Dollar investieren, um im US-Bundesstaat Washington mehrere tausend Bäume zu pflanzen. Das Projekt ist eine Art Reparationszahlung an die Umwelt, für die knapp 7.000 Tonnen Kohlendioxid, die die Band auf der letzten Tour freigesetzt hat.

Das Geld soll hauptsächlich als Ausgleich für die CO2-Emissionen gedacht sein, die Eddie Vedder und Co. direkt oder indirekt während der „Back Spacer“-Welttournee verschuldet haben. Dazu zählen neben verbrauchten Brennstoffen für Reisen, Transport und Hotels auch die Emissionen der 480.000 Fans, die für die Konzerte teilweise lange Anfahrtswege auf sich nehmen mussten.

Während viele Bands ihre Musik als Handwerk betrachten, sieht Pearl Jam-Gitarrist Stone Gossard sein Schaffen als Geschäft. „Wir sehen uns als Unternehmen aus Washington – eine regionale Firma, die ihre CO2-Bilanz ernst nimmt und dadurch hofft, andere Unternehmen anzuregen, dasselbe zu tun“, so Gossard gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Idee, dass ein Celebrity für einen Tag oder eine Woche darauf aufmerksam machen kann, ist toll. Aber man braucht dafür auf lange Sicht eine beständige Unternehmensstrategie.“

Es ist nicht das erste mal, dass sich die Seattle-Band für Umweltbelange einsetzt. Bereits 2003 spendete man 150.000 Dollar, um auf die globale Erderwärmung aufmerksam zu machen. Gossard sieht auch andere Unternehmen in der Pflicht. „Das ganze ist machbar. Es bringt deine Firma nicht um und nebenbei kann der ein oder andere vielleicht mehr verkaufen, weil er positiv auf sich aufmerksam macht.“ sjo / eventim / talk

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