„Ich war schon immer der Klassenclown“ – Mike Krüger im Interview

Hamburg (bm) – Es ist wohl kaum übertrieben, Mike Krüger eine Ikone des deutschen Humors zu nennen – 35 Jahre steht der Wahl-Hamburger bereits auf der Bühne. Aktuell ist er mit seinem Programm „Is‘ das Kunst oder kann das weg?“ live unterwegs. Vorab traf er sich mit EVENTIM zum Interview.

Mit deinem neuen Programm „Is‘ das Kunst, oder kann das weg?“ bist du gerade auf großer Deutschland-Tour. Was erwartet die Zuschauer?
Auf der Bühne stehen jede Menge Umzugskartons, die noch von meinem Umzug von Quickborn zurück nach Hamburg übrig geblieben sind. Aus denen hole ich alle möglichen Klamotten und bequatsche dann mit dem Publikum, ob das Kunst ist, oder weg kann. Natürlich gibt es aber auch viele neue Stand Ups und Lieder.

Woher nimmst du die Ideen zu deinen Shows?
Ich habe mit meinem Kumpel Till Hoheneder (Till & Obel) das ganze Programm neu geschrieben und es dann in vielen Preview-Konzerten noch auf den heutigen Stand gebracht.

Im letzten Jahr hast du dein 35-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Wie hat sich die Comedy-Szene in dieser Zeit verändert?
Vor 35 Jahren haben sich Otto, Jürgen von der Lippe, Karl Dall und ich den Markt geteilt. Heute steht jeder, der ein Mikro richtig rum halten kann, auf der Bühne und nennt sich Komiker. Zum Glück hat sich sehr schnell die Spreu vom Weizen getrennt. Mit vielen der neuen Kollegen bin ich sehr gut befreundet z.B. Atze Schröder, Bülent Ceylan, Paul Panzer, Willy Astor und Piet Klocke.

Wenn du deine Karriere rückblickend betrachtest: Was waren die besonderen Highlights?
Das würde wahrscheinlich hier den Rahmen sprengen, die alle aufzuzählen. Aber Verleihungen der Löwen (einem Award von Radio Luxemburg; d. Red.) in der Dortmunder Westfalenhalle waren echte Highlights. Aber eigentlich ist jedes Konzert ein Highlight, weil jeden Abend wieder total witzige Sachen mit dem Publikum passieren.

Was war dein lustigstes Tour-Erlebnis?
Ich hatte ein Konzert in Gronau in Niedersachsen und weil keine Postleitzahl auf meinem Tourrider stand, bin ich nach Gronau in Nordrhein-Westfalen gefahren. Als ich in die Halle kam, probte gerade der örtliche Karnevalsverein und hat sich wahnsinnig gefreut, dass ich auch an ihrer Sitzung am Abend teilnehmen wollte. Nach dem ersten Schock und einigen Telefonaten (Es gab damals noch keine Handys), bin ich dann sofort nach Gronau in Niedersachsen gedüst und genau fünf Minuten vor Konzertbeginn dort angekommen.

Wie hast du deine Leidenschaft für Comedy entdeckt?
Ich war schon in der Schule immer der Klassenclown.

Gibt es Tabu-Themen, über die du in deinen Programmen keine Witze machen würdest?
Krankheiten und Behinderungen sind ein absolutes No-Go.

Wenn deine Freunde dich beschreiben würden, welche drei Worte würden sie wählen?
Gut aussehend, intelligent.

Was sind deine Pläne für die Zeit nach der Tour?
Da sind einige super interessante Angebote in der Pipeline, über die ich aber jetzt noch nicht sprechen kann.

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