Mimi & The Mad Noise Factory im Interview mit event.: „Alles oder nichts“


Von Thomas Clausen (Ausgabe April 2014) Allroundtalent Mimi Müller-Westernhagen: Wenn sie nicht gerade bunte Fabelwesen malt, eigene Klamotten entwirft oder kleine Geschenke für Freunde bastelt, ist die quirlige Britin mit ihrer neu zusammen gestellten Band The Mad Noise Factory unterwegs – so wie auch in diesem Monat. Im Gepäck: ihr brandneues Album „Nothing But Everything“!

event.: Während Du Dich auf Deinem Debütalbum noch als introvertierte Singer/ Songwriterin präsentiert hast, gibst Du diesmal mit Deinem neu definierten Sound zwischen Alternative Pop und Rock richtig Vollgas! Die neue Mimi?

Mimi: So könnte man es tatsächlich sehen! Ich habe endlich den Mut gefunden, das umzusetzen, was mir stilistisch schon immer vorgeschwebt hat. Und ich liebe meine neue Band – mit zwei von ihnen bin ich schon befreundet, seit wir kleine Kinder waren. Das alles hat sehr zum neuen Sound beigetragen.

Klingt wie eine unerforschte Welt mit völlig neuen Möglichkeiten!

Im Grunde haben wir uns auf dieser Platte wie Kinder benommen, die ganz neue Erfahrungen mit der Musik machen. Wir sind fast naiv und sehr neugierig an die Sache rangegangen. Große Kunst wurde noch nie dadurch weiterentwickelt, dass jemand alles perfekt beherrscht hat, sondern dass Künstler Neues ausprobiert haben. Perfektion ist langweilig. Ich bin keine perfekte Musikerin und meine Band muss es auch nicht sein. Die Grundideen zu den Songs sind in meinem Schlafzimmer entstanden, dort haben wir alle verrückten Ideen mal ausprobiert, die man im Studio vielleicht nicht ausprobiert.

Apropos Studio: Ihr hattet während der Aufnahmen eine Begegnung der dritten Art …

Es war unglaublich: Ich habe Jimmy Page getroffen! Led Zeppelin war schon immer meine Lieblingsband – mit einem Mal stand er in der Tür zu unserem Aufnahmeraum. Ich hatte an diesem Tag eine bunt gemusterte Paisley-Jeans an. Er schaute sie sich sehr interessiert an, während wir alle wie erstarrt waren und absolut nichts sagen konnten. Was sagt man denn auch bitte zum großartigen Jimmy Page?

Was steckt hinter Deinem neuen Plattentitel „Nothing But Everything“?

Der Titel fasst meine persönliche und künstlerische Entwicklung zusammen. Die Frage war: Wovor habe ich Angst? Alles kommt im Leben auf die Sichtweise an. Ist es so, dass nichts im Leben zählt, weil wir alle irgendwann sterben, oder zählt alles, aus genau dem gleichen Grund? Doch alles ist so, wie es ist. Alles ist irgendwie wichtig und unwichtig zugleich. Wir haben selbst in der Hand, es zu werten und unsere Prioritäten zu setzen. Die Aussage ist, sich nicht selbst verrückt zu machen, sondern einfach zu leben. Es ist nicht schlimm, auch einmal zu versagen. Diese Erkenntnis hat mir sehr geholfen.

Wie würdest Du Deinen perfekten Tag verbringen?

Mit meiner Lieblingsbetätigung: Musik machen! Den Tag über würde ich shoppen gehen – und zwar nach Stoffen für neue Klamotten; mein absoluter Fetisch! Ich entwerfe eigene Muster, die ich momentan von einer Firma drucken lasse. Danach würde ich mir moderne Kunst in der Tate Modern-Galerie ansehen und dann in der Brick Lane ein super-scharfes Indian Curry zum Mittag essen. Abends würde ich dann eine Show spielen, vielleicht in der ausverkauften Brixton Academy. Das wäre mein perfekter Tag!

Die Popsängerin ist ab 5. April auf Tour – MiMi & The Mad Noise Factory Tickets gibt es natürlich auf eventim.de! Unter www.eventim.de/downloads wird das neue Album „Nothing But Everything“ ausführlich vorgestellt.


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