Gehackt, geleakt, geschnappt: Der Hacker von MADONNAs „Rebel Heart“ ist identifiziert

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Hamburg – (bf) Der Schaden ist längst angerichtet, doch immerhin konnte nun der Verursacher dingfest gemacht werden: Es war ein 39-jähriger israelischer Cybergangster, der Madonnas am 10. März erscheinendes neues Album „Rebel Heart“ im Dezember 2014 illegal ins Internet stellte. Zwar handelte es sich „nur“ um frühe Demoversionen der neuen Songs, die der Hacker ergatterte und über eine illegale Download-Plattform verbreitete, doch an den Tatsachen änderte dies freilich nichts: Diebstahl ist ein Verbrechen. Madonna ist nicht die einzige prominente Geschädigte aus dem Musikbiz.

Auch das neue Album der Sound-Künstlerin und Style-Ikone Björk tauchte vor dem offiziellen Release-Datum im Internet auf – die Isländerin reagierte vergleichsweise gelassen und zog den (digitalen) Veröffentlichungstermin von „Vulnicura“ vor. Ihr neuntes Studioalbum ist nun bei iTunes erhältlich – und sieht übrigens so (genial!) aus:

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Eigentlich sollte ihr neues Album erst im März erscheinen, zeitgleich mit dem Startschuss einer Ausstellung über Björks Lebenswerk im New Yorker Museum of Modern Art. Daraus wird nun also nichts – vielen Dank, doofer Leaker.

Auf ihrer Facebookseite kommt Björk kein böses Wort zum Leak über die… Finger – obwohl doch gerade eine einzigartige Musikerin wie sie, die ihre Kunst wie keine zweite zelebriert, allen Grund dazu hätte. Madonna nahm den Leak ihrer Demos (völlig zu Recht) weitaus emotionaler zur Kenntnis und sprach von einer Form der künstlerischen Vergewaltigung und „Terrorismus“. Umso erleichterter zeigte sich die 56-jährige Diva nun ob der Ergreifung des vermeintlichen Täters:

„Ich danke dem FBI, der israelischen Polizei und jedem, der zur Festnahme dieses Hackers beigetragen hat“, schreibt sie auf Facebook. „Wie jeder Bürger habe auch ich das Recht auf Privatsphäre. Dieses Eindringen in mein Privatleben bleibt auf kreativer, beruflicher und persönlicher Ebene eine verheerende und schmerzhafte Erfahrung – wie für alle anderen Künstler, die Opfer eines solchen Verbrechens werden.“

Sicherlich gibt es auf der Welt weitaus schlimmere Dinge als ein geleaktes Album – weswegen Madonnas „Terrorismus“-Vergleich auch nicht nur Zustimmung nach sich zog. Doch Eigentum ist Eigentum – und Album-Leaks sind ein unerhörtes Verbrechen, das kein wahrer Musikfan unterstützen darf. Geduld ist schließlich eine Tugend, auch und gerade in unserer heutigen Highspeed-Zeit.

Madonna-Fans warten also bis zum 10. März, an dem ihr 13. Studioalbum „Rebel Heart“ offiziell veröffentlicht wird. So schaut es übrigens aus:

madonna-rebel-heart-cover

Hat noch jemand Lust auf Lakritz-Schnecken?

Gehen die beiden Stilikonen zu Ehren ihrer neuen Alben vielleicht bald mal wieder auf Tour in unseren Breitengraden? Melden Sie sich für den Madonna– und/oder den Björk-Ticketalarm an, um sofort informiert zu werden, sobald es diese einzigartigen Künstlerinnen auf Tour verschlägt.

bf / eventim / news

Bilder: © Universal, One Little Indian Records

Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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