Epischer Krach: SLIPKNOT zerlegen die O2 World Hamburg

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Hamburg (bf) – Wow, wir sind very impressed: Die legendären US-Metal-Berserker Slipknot haben am Sonntagabend die zum Bersten gefüllte und natürlich seit Wochen ausverkaufte Hamburger O2 World im Rahmen ihrer „Prepare For Hell Tour 2015“ zu Schutt und Asche zerdroschen. Über 12.000 Fans feierten die legendäre Maskentruppe um Leadsänger Corey Taylor (auch bekannt als #8) und explodierten zu neuen Songs wie „The Devil in I“ und „The Negative One“ oder alten Krachern der Marke „The Heretic Anthem“, „Spit It Out“ und „People = Shit“.

Bevor die Könige des modernen Schwermetalls die Bühne stürmten, sollten ihre Landsmänner King 810 die Halle auf Touren bringen – was allerdings nur bedingt gelang. Auf ihrem 2014 veröffentlichten Debütalbum „Memoirs of a Murderer“ kamen die Jungs aus der US-Verbrecher-Hochburg Flint ganz gut an, doch eine Halle der Marke O2 zu beherrschen… dafür muss man von einem anderen Schlag sein. Oder 20 Jahre Zerdepper-Erfahrung haben. Oder eine gigantomanische Show abfackeln.

Slipknot – „Custer (live)“

Auf Slipknot trifft alles davon zu: Was die morbiden Clowns auf der irrwitzigen Bühne aufführten, war ein berauschendes Spektakel. Die Bühnenaufbauten mit den beiden sich emporschraubenden Schlagzeugplattformen an den Seiten, die wahnsinnige Energie der Band-Meute, die sich 1:1 auf das Publikum übertrug, und die geniale Mischung aus Songs vom neuen Album „.5: The Gray Chapter“ und älteren Glanztaten der Marke „Iowa“ und „Slipknot“ ließen diesen kakophonisch-chaotischen Abend zu einem absoluten Highlight der jüngeren Hamburger Konzertgeschichte werden.

Nicht weniger hatten die „Maden“, so die liebevolle Bezeichnung für Slipknot-Fans, erwartet: Schließlich hatten sich die zum Septett (plus zwei Tourmusiker) geschrumpften Metalmonster lange nicht mehr in der Hansestadt blicken lassen. Ohnehin sind ihre Deutschland-Auftritte rar gesät: Nur Berlin und Hamburg standen auf ihrer „Prepare For Hell Tour 2015“ auf dem Programm.

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Der Trommelthron fährt in die Höhe: Als Slipknot-Drummer sollte man keine Höhenangst haben.

Zum Glück für alle, die die Jungs bei den beiden Indoor-Shows verpasst haben, schauen Slipknot diesen Sommer noch bei einigen Festivals vorbei: Anfang Juni sind die Berserker beim Zwillingsfestival Rock am Ring und Rock im Park am Start, eine Woche drauf schauen sie beim schweizerischen Greenfield vorbei.

In Berlin und Hamburg haben Slipknot jedenfalls eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch 20 Jahre nach ihrer Gründung nichts von ihrer unglaublichen Wucht verloren haben. Im Gegenteil: Selten war wohl ein Tourname treffender als hier. Willkommen in der Hölle!

Slipknot – „The Devil In I“

Ein paar Impressionen direkt aus dem Hamburger Madenknäuel:

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bf / eventim / live business

Bilder: © Ben Foitzik

Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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