Große Melodien und donnernde Riffs: Die wunderbaren THE SUBWAYS sind zurück!

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Hamburg (bf) – Dreieinhalb Jahre haben uns die britischen Indie-Rocker The Subways auf ein neues Album warten lassen. Nach so einer langen Zeit sollte das neue, schlicht „The Subways“ betitelte Album dann aber besser verdammt gut sein. Und… was soll man sagen? Es ist verdammt gut!

Gut, fairerweise darf man nicht verschweigen, dass das Trio aus Hertfordshire schon im vergangenen September seinen treuen Fans die ersten sechs Album-Songs kredenzte – doch das komplette Werk erscheint erst am heutigen Freitag, dem 6. Februar 2015. Gut Ding will Weile haben, sagt man so schön – ein Credo, das perfekt auf den vierten Longplayer der Subways passt.

Schon der Opener „My Heart Is Pumping To A Brand New Beat“ zeigt, wohin die Reise geht: The Subways haben einen Schritt zurück gemacht, um zwei nach vorne zu kommen. Der Sound ist nicht mehr so glattpoliert wie auf den von Butch Vig bzw. Stephen Street produzierten Vorgängeralben „All Or Nothing“ (2008) und „Money and Celebrity“ (2011), die beide in die Top20 der deutschen Albumcharts einstiegen.

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Gut drauf: Charlotte, Billy und Josh

Kein Wunder, schließlich haben Sänger/Gitarrist Billy Lunn, Drummer Josh Morgan und Bassistin Charlotte Cooper bei ihrem vierten Album alles selbst gemacht. „Niemand hat uns reingeredet, ich habe die Songs selbst aufgenommen, produziert und gemischt“, sagt Billy. „Wir sind verdammt stolz auf das Ergebnis. Es fühlt sich an wie zu Beginn unserer Karriere, als wir in der Küche unserer Eltern die ersten Demos aufgenommen haben.“ Ein Gefühl, das sich auch beim Hörer einstellt: So authentisch und dynamisch wie auf „The Subways“ klangen die drei sympathischen Briten eigentlich seit ihrem Debütalbum „Young for Eternity“ mit seinen Hit-Singles wie „Rock & Roll Queen“ oder „Oh Yeah“ nicht mehr.

The Subways – „My Heart Is Pumping To A Brand New Beat“

Songs wie „Taking All The Blame“ oder „Dirty Muddy Paws“ sind wunderbar rotzige und unglaublich eingängige Rock-Nummern, zu denen man instinktiv sofort abdancen möchte. Doch The Subways frönen hier nicht nur dem räudigen Rock – dafür haben sie musikalisch einfach viel zu viel auf der Pfanne: Die mitreißende Piano-Ballade „Because Of You (Negative Love)“ zeigt zum Beispiel eindrucksvoll, dass Billy & Co. auch die melancholischen Zwischentöne perfekt beherrschen.

Billy hat eine ganz einfache Erklärung dafür, warum „The Subways“ so ein grandioses Album geworden ist: „Da uns bei den Aufnahmen niemand dazwischen gefunkt hat, waren wir noch mutiger. Poppige Nummern wurden noch poppiger, und rockige noch härter. Dieses Album ist die Essenz von The Subways.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Obwohl, Moment: The Subways sind auf Tour! Ab sofort ziehen Billy, Josh und Charlotte wieder eine Schneise schweißtriefender Verwüstung durch Deutschland. Wer die drei noch nicht live gesehen hat, sollte das unbedingt nachholen – ihre ausgelsasenen Shows haben stets eine Art kathartische Wirkung. Und wer sie bereits live gesehen hat, hat vermutlich eh schon sein Ticket – deswegen ist z. B. die Hamburg-Show schon seit langem ausverkauft.

The Subways – „My Heart Is Pumping To A Brand New Beat“

Große Melodien, kräftige Riffs, sympathische DIY-Attitüde – The Subways zeigen all ihren Rock-Kollegen, wo der Hammer hängt. Rock, wie er sein soll!

The Subways – Tour 2015

06.02. Bremen – Modernes
07.02. Hamburg – Große Freiheit 36
09.02. Wiesbaden – Schlachthof
10.02. Stuttgart – LKA Longhorn
11.02. Bochum – Zeche
17.02. Dresden – Alter Schlachthof
20.02. Berlin – Huxleys
21.02. Erfurt – Stadtgarten
22.02. Nürnberg – Hirsch
02.03. München – Tonhalle
10.03. Köln – Stollwerck

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Bilder: © Ferryhouse Productions (Warner)/Lola Rojo

Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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