RAGE AGAINST THE MACHINE sagen sorry

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Es ist sicherlich nicht sonderlich nett, was Rage Against The Machine-Bassist Tim Commerford in einem aktuellen Interview mit dem Rolling Stone gesagt hat, aber immerhin ein bisschen witzig: „Ich fühle mich richtig schlecht, dass wir so einen Mist inspiriert haben“, sagt er über eine andere Band, die RATM bei ihren Live-Auftritten regelmäßig ihre Ehrerbietung erweist.

Welche Band dem Saiten-Zupfer derart auf den Zeiger geht? Die Rede ist von… Limp Bizkit! Seit Rage Against The Machine im Jahr 2000 bei der Verleihung der VMAs mit ihrem Video zu „Sleep Now In The Fire“ den Kürzeren gegen Limp Bizkits „Break Stuff“ zogen, sind sie komischerweise nicht sonderlich gut zu sprechen auf die Kollegen um Sänger Fred Durst.

Rage Against Limp Bizkit

Eine Abneigung, die allerdings nicht auf Gegenseitigkeit beruht – Durst hat schließlich oft betont, dass Rage Against The Machine einen maßgeblichen Einfluss auf seine Band gehabt und sie in die richtige Richtung gelenkt hätten. So lassen es sich Limp Bizkit oft auch nicht nehmen, „Killing In The Name“, den Paradesong von Rage Against The Machine, bei ihren Live-Auftritten zu covern.

Angesprochen auf diese Ehrerbietung, machte Commerford bei besagtem Interview seinem Unmut über Limp Bizkit Luft und schloss mit den mysteriösen Worten: „Sie sind inzwischen aber Geschichte, das ist das Schöne daran. Es ist nur noch eine Band übrig, und das sind Rage – und für mich sind wir die Einzigen, die wichtig sind.“ Bei dieser Analyse hat er jedoch anscheinend übersehen, dass Limp Bizkit nach wie vor touren und in naher Zukunft ihr neues Album „Stampede Of The Disco Elephants“ veröffentlichen wollen.

Commerford könnte man jetzt wiederum fragen, wann eigentlich Rage Against The Machine ihr letztes Album veröffentlich haben. Aber das wäre vermutlich etwas zu polemisch – schließlich sind die Kalifornier unbestrittene Sound-Pioniere und lebende Musiklegende. Auch wenn Rage Against The Machine sicherlich auch als politische Band eine gewichtigere Rolle in der Musikgeschichte einnehmen als Limp Bizkit – eine Daseinsberechtigung haben zweifelsohne beide Formationen.

bf / eventim / news

Foto: Ben Foitzik

Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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