MACHINE HEAD spielen nur noch für ihre Fans

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Ende 2014 brachten Machine Head ihr aktuelles Erfolgsalbum “Bloodstone & Diamond“, das in Deutschland Platz #6 der Charts erklomm, live auf die Bühnen. Anfang 2016 kommen die Amis nun noch einmal für ein paar ganz besondere Shows über den großen Teich – das Motto: „An Evening With MACHINE HEAD“!

Was das Besondere an diesen sechs Dates (in Dortmund, Stuttgart, Frankfurt, Dresden, Hannover und Berlin) ist? Es gibt genau das, was der Titel sag: „einen Abend mit Machine Head“ – und zwar nur mit Machine Head! Keine Vorbands und andere Spielereien, sondern mindestens „zwei Stunden knochenzermalmende Metal-Hymnen, tiefgehende Albumparts, Sing-alongs, eindringliche atmosphärische Stücke und pures fucking Machine Head“, wie die Band es mit drei Ausrufezeichen dahinter auf ihrer Facebookseite beschreibt.

Je verrückter die Crowd, desto länger der Evening

„Wir sind echt begeistert davon, längere Sets zu spielen, ein paar tiefe Parts reinzuwerfen und alles zu unserer Welt zu machen“, erklärt Sänger Robb Flynn den Hintergrund der „Solo“-Tour. „Wir haben das kürzlich schon in den Staaten und Osteuropa gemacht und es lief fantastisch. Die Fans scheinen das ‚An Evening With‘-Format bei einer Band wie uns, die so einen umfangreichen und abwechslungsreichen Katalog hat wie wir, wirklich zu lieben. Die Sets variieren von Abend zu Abend, und bei einigen Dates der letzten Tour haben wir die 2-Stunden-und-40-Minuten-Marke erreicht. Es war der Wahnsinn! Wir hätten die ganze Nacht durchspielen können, so verrückt war die Menge!!“

Machine Head sind ja ohnehin dafür bekannt, lange Sets für ihre Fans zu spielen – mit Betonung auf „für ihre Fans“. Flynn und Co. haben offensichtlich die Schnauze voll davon, vor „Fremdpublikum“ zu spielen: „Wir werden nicht länger versuchen, eine gute Zeit mit Leuten zu haben, die nicht wissen, wer wir sind. Wenn Machine Head eine Party schmeißen, wollen wie dort keine „Fremden“ haben. Hier geht es um uns und um euch da draußen, die Die-Hard-Fans, die Verrückten, die verdammten „Unerwünschten“! Die anderen interessieren uns nicht. Wir sind hier und gehen nicht weg. Wer daran teilhaben will, weiß, wo er uns finden kann. Vorerst, oder vielleicht sogar für immer, haben wir damit abgeschlossen, diese anderen Leute erreichen zu wollen“, heißt es weiter im epischen Facebook-Post der Band.

Schluss mit Festivals?

Huch, schwören Machine Head da etwa gerade dem Festival-Geschäft ab? Klingt jedenfalls so. Wenn dem so sein sollte, ist das eine ganz schön coole Entscheidung – schließlich kann eine Band wie Machine Head, die inzwischen Headliner-Status hat, auf Festivals mit vergleichsweise kurzen Auftritten ziemlich viel Geld verdienen. Stattdessen nun also Zweistunden-Konzerte für die Hardcore-Fans in eher überschaubaren Hallen? Respekt, Jungs!

Den „Die-Hard-Fans, Verrückten und verdammten Unerwünschten“ sollte jedenfalls klar sein, dass die angekündigten Februar-Konzerte der Band vermutlich schnell ausverkauft sein werden. Von daher: Der Vorverkauf startet diesen Freitag um 10 Uhr!

bf / eventim / news

Foto: Ben Foitzik

Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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