PARAMORE – Da waren’s nur noch zwei

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Bei Paramore geht der personelle Aderlass weiter. Nach dem Ausstieg der Farro-Brüder verliert die Band mit Bassist Jeremy Davis ein weiteres Gründungsmitglied. Sängerin Hayley Williams bleibt damit das letzte Mosaik aus dem Ursprungs-Line-up. Das Ende der Band steht trotzdem nicht bevor.

Wie Williams und Band-Kollege Taylor York verlauten ließen, wird die Geschichte von Paramore fortgesetzt. Gleichzeitig aber machten sie deutlich, wie schmerzvoll der Verlust von Davis sie trifft. Konkrete Gründe für die Trennung nannte keine der Parteien, aber immerhin scheint man in Freundschaft auseinanderzugehen. Kein Grund für „Misery Business“ also!

Erneuter Neuanfang für Paramore

Nach der neuerlichen Line-up-Veränderung müssen sich Paramore wieder einmal ein gutes Stück weit neu erfinden. Zuletzt gelang das ja famos. Nachdem die Band den Ausstieg von Gitarrist Josh und Drummer Zac Farro hinnehmen musste, legte man mit dem schlicht „Paramore“ betitelten folgenden Album ein kleines Meisterwerk vor. Kritiker wie Fans erfreuten sich an Instant-Klassikern wie „Still Into You“ oder „Ain’t It Fun“ und hoben praktisch ausnahmslos die Daumen. Erstmals grüßten Hayley Williams und ihre Jungs sogar von der US-Chartsspitze. Vielleicht gelingt ihnen mit dem kommenden Werk ja ein ähnlicher Erfolg…

Bevor die Alternative-Rock-Stars aus Tennessee allerdings mit neuem Material aufwarten, gehen sie zunächst auf große Fahrt. Auf Kreuzfahrt, um genau zu sein. Anfang März 2016 findet zum zweiten Mal der Parahoy-Cruise statt. Dazu haben Paramore so geschätzte Kollegen wie New Found Glory, X Ambassadors, Lights, Mewithoutyou und Vacationer eingeladen, gemeinsam mit ihnen auf der Norwegian Pearl ihren Fans einzuheizen. Die prominentesten Gast-Passagiere aber stammen aus Schottland: Chvrches tauschen das schwermütige Glasgower Wetter gegen das Urlaubsflair im Golf von Mexiko. Kann man ihnen jetzt nicht unbedingt verdenken…

Vielleicht ist der Trip ja auch für Paramore die ideale Gelegenheit Kraft zu tanken, um wieder einmal aufzustehen.

Bild: Warner Music

Hendrik Margenfeld

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