Alligatoah, Helene, Adele: Kampf um die Chart-Pole

alligatoah-tickets-2016

Die neue Nummer 1 der deutschen Albumcharts heißt Helene Fischer. Mit dem Royal Philharmonic Orchestra an ihrer Seite und der LP „Weihnachten“ stößt sie nach einwöchiger Abstinenz Adele wieder vom Thron. „25“ läuft auf dem zweiten Rang ein. Viel spannender jedoch, was sich hinter dem Damen-Doppel abspielt.

Mit seinem letzten Album gelang Alligatoah seine erste Nummer-Eins. Der „Triebwerke“-Nachfolger „Musik ist keine Lösung“ springt in der Debütwoche aufs Treppchen. Prominentes Opfer des anhaltenden Höhenflugs des Rappers sind Silbermond. Mit ihrem ebenfalls brandneuen Album „Leichtes Gepäck“ landen die Bautzener auf Platz 4.

Alligatoah mit dem halben Dutzend

Ebenfalls neu in den Top 10 sind Placebo, die mit ihrem „MTV Unplugged“-Release als Achter über die Ziellinie gehen. Die Prominenz des Teilnehmerfeldes lässt jedenfalls erahnen, dass die vergangene Woche zu den am härtesten umkämpften des laufenden Jahres zählen dürfte.

Alligatoah hat aber nicht nur in den Albumcharts für Aufsehen gesorgt, auch im Single-Bereich ist der Trailerpark-Rapper zu finden. Und zwar gleich sechs Mal! Von den Top 10 ist er allerdings dabei ein gutes Stück entfernt. Ganz im Gegensatz zu Jan Böhmermann. Unter dem Pseudonym Pol1z1stensohn gelang ihm mit dem heißdiskutierten „Ich hab Polizei“ der Sprung auf den zehnten Rang und ist damit der einzige Neueinsteiger unter den 30 Bestplatzierten. Keine Überraschung indes auf der Pole Position: Adele grüßt mit „Hello“ wie schon in der Vorwoche vom besten Platz.

https://www.youtube.com/watch?v=IHUNjVAU08w

Entspannung ist in den vorweihnachtlichen Charts übrigens nicht in Sicht. Als schärfster Konkurrent von Helene und Adele um die Charts-Krone gehen in der kommenden Coldplay ins Rennen. Das am Freitag veröffentlichte „A Head Full of Dreams“ dürfte Chris Martin und seine Kollegen auf jeden Fall in die Top 5 spülen – alles andere wäre ein herbe Enttäuschung für das britische Pop-Rock-Quartett.

Bild: Trailerpark (Archivbild)

Hendrik Margenfeld

Schreibe einen Kommentar