BITERS: Rock ’n‘ Roll statt Schönwetter-Mode

Biters tickets 2016

„I want to rock’n’roll all night, like it is 1975“, skandieren die US-Rocker Biters auf ihrem Debütalbum „Electric Blood“, das sie im August 2015 nach einigen erstklassigen EPs endlich auf die Menschheit losließen. Mit seinen schmissig-eingängigen Rocknummern hatte das Quartett aus Atlanta im US-Bundesstaat Georgia das renommierte britische Metal-Label Earache Records, das schon erfolgreiche Acts wie Rival Sons, The Temperance Movement oder Bring Me The Horizon hervorgebracht hat, begeistert – für eine Rockband alles andere als selbstverständlich.

Rock ’n‘ Roll, Glam, Sleaze und Punk Rock sind die Einflüsse der Biters, die sich mit ihrem straighten und ehrlichen Sound sowie leidenschaftlichen Live-Auftritten schnell eine treue Fanbase erspielten und für ihr formidables Debüt auch von solch unterschiedlichen Magazinen wie dem Classic Rock oder Kerrang! gefeiert wurden. „Electric Blood“ besticht durch mitreißende Ohrwürmer am Fließband und hat neben eingängigen Vollgas-Hymnen immer wieder auch ein paar ruhige und überraschende Momente zu bieten.

Biters: Monsterriff meets Emotion

Die Single „Restless Hearts“ wird von einem AC/DC-Beat getragen und mündet in einem unwiderstehlichen Punk-Rock-Chorus, in „1975“ präsentieren die Biters neben Monsterriffs auch ein paar bluesige Passagen, „Dreams Don’t Die“ entpuppt sich als charmante Midtempo-Nummer, „The Kids Ain’t Alright“ beginnt als emotionale Pianoballade, bevor es zum beschwingten Punkrock-Song mutiert, und „Low Lives In Hi Definition“ ist Hardrock pur.

Die Biters sind der lebende Beweis dafür, dass der wahre Rock ’n‘ Roll immer noch lebt. „Konzern-Pop-Kultur und Schönwetter-Modeerscheinungen sind etwas, an dem ich nicht interessiert bin“, sagt Biters-Bandleader Tuk. „Ich habe mich dazu entschlossen, Rock ’n‘ Roll zu spielen, weil ich immer noch an den Rock ’n‘ Roll glaube.“

Wer ebenfalls immer noch an den Rock ’n‘ Roll glaubt und auf Bands wie Cheap Trick, The Wildhearts, New York Dolls oder The Casanovas abfährt, sollte bei den Beißern unbedingt mal ein Ohr riskieren.

Biters – „Low Lives in Hi Definition“

Bild: Wizard Promotions


BITERS TICKETS

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Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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