DAVID BOWIE auf dem „Blackstar“: zum 69. das 25. *UPDATE* Schock: David Bowie ist tot!

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Schock für die Musikwelt: David Bowie ist verstorben! Laut der Facebook-Seite des ikonischen Sängers erlag er am 10. Januar 2016 einem 18-monatigen Krebsleiden. Sein Sohn Duncan Jones bestätigte die traurige Nachricht via Twitter. Lest mehr zu Bowies Tod in unserem Nachruf.

Sieben Songs hat der Meister auf seinem 25. Album Werk ★, ausgesprochen „Blackstar“, versammelt – zwei davon, das famose, hypnotische „Lazarus“ und das zehnminütige, geisterhaft-fragile Titelstück, waren schon im Vorfeld zu hören und deuteten bereits an, dass David Bowie auf Album Nummer #25 von der Jazz-Muse geküsst ist.

Das Saxophon zieht sich wie ein roter Faden durch seinen Schwarzen Planeten, ohne jedoch je penetrant zu werden. Immer wieder durchbrechen andere Stilmittel wie progressive Grooves, Streicher, Flöten oder Synthesizer-Teppiche die elegischen Songs – offensichtlich ist Bowie nach seinem letzten Werk, dem rockigen „The Next Day“ aus 2013, wieder mal bzw. nach wie vor auf der Suche nach seiner musikalischen Identität. Unterstützt wurde er bei seinen musikalischen Streifzügen von der Jazz-Combo Donny McCaslin Quartet.

David Bowie, Blackstar oder Lichtgestalt?

Nicht nur musikalisch, auch inhaltlich sind die sieben Neuzugänge seiner epischen Diskografie ambivalent, allen voran der Titelsong und Album-Opener. Handelt „Blackstar“ tatsächlich – wie von Bowie angedeutet – vom IS? Oder ist es eine Parabel auf eine angebetete gottgleiche Lichtgestalt? Filmstar, Gangstar, Popstar, Marvel-Star, Star-Star? So oder so: „Blackstar“ ist ein unbequemer, fordernder Song, der sich nach einer morbiden ersten Hälfte in ätherische Höhen emporschraubt und eine völlig andere Identität annimmt. Nicht minder verstörend als der Song selbst ist das dazugehörige Musikvideo, das David Bowie mit Regisseur Johan Renck umgesetzt hat.

Das Video zu David Bowies „Blackstar“:

Auch 40 Jahre nach seiner Titelrolle in Nicolas Roegs Sci-Fi-Film „Der Mann, der vom Himmel fiel“ ist David Bowie immer noch das auf der Erde gelandete Alien in Menschenform. Längst schwebt der Künstler in seiner eigenen Sphäre – wie in der Lazarus-Geschichte trägt er sich selbst immer wieder zu Grabe, nur um anschließend wieder aufzuerstehen. Auch mit seinem neuen Album wird David Bowie sowohl Fans als auch Kritiker polarisieren – alles andere wäre aber auch einfach nicht David Bowie.

Es ist wie so oft bei Bowies Werken: Je öfter man „Blackstar“ hört, desto mehr wird man in seinen düsteren Strudel hineingezogen. Unaufhaltsam, wie in ein schwarzes Loch.

Auf VEVO kann man übrigens alle Songs von ★ streamen.

Bild: Jimmy King

Musik gewordene Out-Of-Body-Experience: David Bowies „Lazarus“

Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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