Spotlight an: VIMES – Nächte im Schwebezustand

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Mit nur vier Songs haben Azhar Syed und Julian Stretter alias Vimes in den letzten Jahren für Furore in der Electro-Szene gesorgt: „Celestial“, „House Of Deer“, „UpStairs“ und „Ential“ hießen die peu à peu veröffentlichten Appetithäppchen des Kölner Duos, die die Vorfreude auf dessen ersten Longplayer schürten. Am 12. Februar 2016 hat das Warten endlich ein Ende: Dann präsentieren Vimes mit „Nights In Limbo“ ihr heiß ersehntes Albumdebüt und begeben sich einen Monat später auf Deutschlandtour.

Mit ihrer stimmigen Mischung aus schwelgerischen und tanzbaren Electrosounds haben Vimes eine musikalische Lücke besetzt und einen Nerv getroffen: Analoge Live-Instrumente treffen auf einen dichten Teppich aus digital generierten Klängen und erschaffen so einen packenden Mix aus erhebenden Popmelodien und düsteren Electro-Sounds mit dezenten House-Anleihen. Die zerbrechliche, aber intensive Stimme von Azhar Syed fungiert als hypnotisches Bindeglied zwischen den scheinbar gegensätzlichen musikalischen Polen im Vimes-Kosmos.

VIMES – House Of Deer:
https://youtu.be/U3Z4WbqoOd0

Nach all den Vorschusslorbeeren, die Vimes mit ihren vier famosen ersten Songs einheimsen konnten, war der Druck bei der Produktion des ersten Longplayers naturgemäß groß. Doch Syed und Stretter ließen sich auch durch die immense Erwartungshaltung nicht hetzen und gaben jedem der 13 Songs auf „Nights In Limbo“ genau die Zeit, die er benötigte. Dass dies mit Sicherheit der richtige Weg war, zeigt schon die erste offizielle Album-Single des Debütalbums: In „Mind“ verschmelzen die beiden Wahlkölner wieder eindrucksvoll Ohrwurm-Pop-Appeal mit treibenden Electroteppichen und schmieden daraus eine unwiderstehliche Hymne, die nicht von dieser Welt zu kommen scheint.

Auch Electro-Innovateur und Piano-Meister Chilly Gonzales ist seit einer gemeinsamen Studio-Session erklärter Vimes-Fan: „Großartige Stimme! Die Gesamtästhetik und die Düsternis kombiniert mit den Beats finde ich äußerst reizvoll. Das hat sehr viel Potenzial“, lobt er seine Kollegen.

Mit ihrem Debütalbum, für das sie Jochen Naaf (Xul Zolar, Emeli Sandé, Hundreds) als Produzenten gewinnen konnten, werden Vimes ohne Frage eins der ersten musikalischen Highlights des Jahres 2016 abliefern. Bereit für ein paar Nächte im Schwebezustand?

Bild: Stefan Braunbarth


TICKETS

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Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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