JAMIE-LEE KRIEWITZ singt für Deutschland!

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Diese junge Frau ist eine Gewinnerin: Nach ihrem Triumph bei „The Voice Of Germany“ verwies die 17-jährige Jamie-Lee Kriewitz auch bei der nächsten „Casting-Show“ ihre Konkurrenten auf die Plätze: Beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest setzte sie sich mit ihrem Song „Ghost“ gegen Alex Diehl, Avantasia und alle anderen Teilnehmer durch.

Mit Jamie-Lee Kriewitz hat der Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision Song Contest, der am 14. Mai in Stockholm stattfindet, eine würdige Siegerin gefunden: Ihre wunderschöne selbst komponierte Pop-Ballade „Ghost“, ihr schrilles Manga-Outfit und das geniale Bühnendesign formten eine magische Symbiose, die das Publikum vollends überzeugen konnte. Hier ein bisschen Sailor Moon, dort ein wenig „Nightmare Before Christmas“-Romantik, dazu eine Prise Björk – man muss die schrill-niedliche Inszenierung von Jamie-Lee Kriewitz nicht mögen, ihr zumindest aber Respekt zollen: Endlich wieder eine deutsche ESC-Teilnehmerin, die ihre eigene Identität und den Mut hat, diese auch kompromisslos auf der Bühne auszuleben. Auch wenn ihre Kopfbedeckung eher kontroverse Reaktionen auslöste – doch das kann der jungen Schülerin aus Hannover nun wirklich schnuppe sein.

Jamie-Lee Kriewitz hat Bock auf den ESC

Auf der abschließenden Sieger-Pressekonferenz sammelte die 17-Jährige, die noch vor dem ESC volljährig wird, mit ihrer sympathisch authentischen Art und Glücksbringer Stitch im Arm (das ist der außerirdische Adoptivhund von Lilo) weiter Punkte: „Ich habe unglaublich viel Bock darauf, nach Stockholm zu fahren, und es ist mir eine Riesenehre, dass Deutschland mich ausgesucht hat“, gab Jamie-Lee brav zu Protokoll – und nahm die Wahl zur deutschen ESC-Repräsentantin dankend an. Das muss man nach dem letztjährigen Fiasko um Andreas Kümmert ja auch noch mal explizit erwähnen.

Ella Endlich, Gregorian, Joco, Keøma, Laura Pinski, Luxuslärm und Woods Of Birnam konnten den Triumphzug von Jamie-Lee Kriewitz ebenso wenig aufhalten wie die Bombast-Rocker Avantasia mit ihrer eingängigen Meat-Loaf-Gedenknummer „Mystery Of A Blood Red Rose“ und Singer-Songwriter Alex Diehl mit seiner Weltfrieden-Ballade „Nur ein Lied“. Immerhin schafften es die beiden Letztgenannten mit Jamie-Lee in die Finalrunde, doch zu Recht sah das Publikum letzten Endes in der 17-jährigen Schülerin das meiste Potenzial für den ESC – Weltverbesser-Akustikballaden und fantastische Metal-Visionen passen dann (leider) doch eher schlecht zu einem inszenierten Gutelaune-Event wie dem Eurovision Song Contest. Ausreißer wie Nicole und Lordi hin oder her.

Jamie-Lee Kriewitz – auf Lenas Spuren?

So oder so ist Jamie-Lee Kriewitz mit „Ghost“ die verdiente Siegerin des ESC-Vorentscheids. Auch wenn sie es ihrer Hannoveraner Kollegin Lena Meyer-Landrut vermutlich nicht gleichtun und den ESC gleich gewinnen wird, kann man doch wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: Kriewitz wird im Mai sehr viel mehr Punkte holen als Deutschland letztes Jahr bekommen hat. Aber Spaß beiseite: Herzlichen Glückwunsch, Jamie-Lee!

Bild: Universal Music


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Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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