YAK – unsere Neuentdeckung im Spotlight

yak tickets 2016

Das Londoner Trio Yak ist momentan einer der heißesten Geheimtipps der Rockmusik. Schon vor ihrem Debütalbum „Alas Salvation“, das am 13. Mai 2016 veröffentlicht wurde, sorgten Lead-Sänger Oli Burslem, Bassist Andy Jones und Drummer Elliot Rawson mit Songs wie „Plastic People“ oder ihrer ersten Single „Hungry Heart“ für Furore. Und natürlich mit ihren furiosen Live-Shows, bei denen die drei DIY-Punkrocker die Clubs in Schutt und Asche legten und im Noise-Rausch ihre Instrumente zertrümmerten – wie in den guten alten Tagen, als Rock ’n‘ Roll noch mehr war als ein Aufdruck auf einem Hipster-Shirt.

YAK liefern Noise-Rock par excellence

Kein Geringerer als White-Stripes- und Raconteurs-Mastermind Jack White zeigte sich dermaßen von Yak begeistert, dass er 2015 ihre EP „NO“ auf seinem Label Third Man Records veröffentlichte. Im Anschluss verbreitete sich die Yak-Mania in Windeseile: Der US Rolling Stone feierte die Londoner als „Künstler, die man kennen muss“ und der britische NME kürte die Band kurzerhand zum „Best New Artist 2016“ .

Irgendwo zwischen The White Stripes, Queens Of The Stone Age, The Birthday Party, Joy Division, dem Wahnsinn von The Jesus Lizard und einer Portion Blues haben sich Yak einen eigenen Klangkosmos geschaffen, dessen verzerrte Gitarren und psychedelischen Anleihen einen faszinierenden Sog aufbauen, dem man sich nur schwer entziehen kann – allein der Opener ihres Debütalbums „Alas Salvation“ ist ein dermaßen energetisches Stück Noise-Rock, dass es den Hörer mit voller Wucht aus den Latschen haut. Doch auch die ruhigeren Zwischentöne beherrschen Burslem und Co. perfekt, wie hypnotische Tracks der Marke „Take It“ oder „Smile“ eindrucksvoll beweisen.

Yak – live mit „Hungry Heart“

Ist das alles bereits auf Platte eine Offenbarung, sorgen Yak – die sich tatsächlich nach der Rinderart aus Zentralasien benannt haben – dann live auf der Bühne für die pure Soundekstase: Die drei passionierten Musiker spielen sich bei ihren berüchtigten Shows immer wieder in einen wilden Rausch, an dessen Ende die körperliche Katharsis steht. „Wir haben die bewusste Entscheidung getroffen, die Live-Musik zu unserem Fokus zu machen. Wenn wir spielen, ist das Lärm – einfach nur ein Meer aus weißem Rauschen“, sagt Oli Burslem. „Für mich ist die aufregendste Musik diejenige, die Fehler beinhaltet und nicht zu sehr poliert ist. Wir versuchen, kleine Fehler geschehen zu lassen, denn der Charakter unterschiedlicher Aufnahmen, das Live-Element ist doch das, was spannend ist an Musik.“

Hamburger können sich von Yaks Live-Qualitäten am 1. Juni überzeugen, wenn das Trio einen seiner schweißtreibenden und explosiven Gigs im Molotow spielen. Abriss vorprogrammiert – wie es sich für echten Rock ’n‘ Roll gehört!

Bild: Jibber


YAK >>> TICKETS

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Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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