Hamburg geheim – 11 gute Tipps für alle, die das Besondere suchen

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Und dann steht man einfach da. Unter den Füßen läuft das Wasser ab und man sackt ein Stückchen tiefer ein. Gefühle, die man sonst nur aus dem Urlaub kennt. In Hamburg kann man sie jederzeit haben. Zum Beispiel am Elbstrand, wo das Fernweh zum Greifen nah ist. Oder bei diesen elf Tipps, die wir waschechten Hamburgern aus den Rippen geleiert haben.

Wenn ihr auf die Links im Text klickt, kommt ihr direkt zum EVENTIM Guide, dem neuen Freizeitkalender für Hamburg. Viel Spaß mit den besten Geheimtipps aus Hamburg!

Ausflug an die Dove Elbe

Monet wäre ein helles Strahlen übers Gesicht gehuscht, hätte er jemals die Dove Elbe gesehen. Ein Meer aus Seerosen, dichtem Grün, Obstbäumen und viel Elbwasser gibt es an diesem idyllischen Plätzchen der Hamburger Vier- und Marschlande. Hier kann man angeln, paddeln, Rad fahren oder einfach auf den Wiesen mit den Füßen im Wasser entspannen oder im See hinterm Horn in die kühlen Fluten springen. Wenn die Jahreszeit das nicht hergibt, lohnt sich ein Spaziergang um den Eichbaumsee mit schönem Blick aufs Wasser. Was hier so natürlich aussieht, wurde einst künstlich angelegt und ist Ergebnis eines Planungswettbewerbs aus den 80er Jahren.

Anfahrt: S2 bis Mittlerer Landweg, Bus 321 bis Eichbaumsee

SUP Legion

Hamburg und Hawaii haben eins gemeinsam: die Leidenschaft, sich auf einem Brett mit Paddel übers Wasser zu bewegen. Wenn man das noch nicht kann, kann man es ja lernen. Zum Beispiel bei der SUP Legion in Winterhude. Dort gibt es viele Kurse fürs Stand Up Paddling, aber auch einfach Bretter zum Leihen, wenn man es schon kann. Noch besser als selbst aufrecht wie ein König übers Wasser zu gleiten, ist allerdings der dazugehörige Fikki Beach. Hier kann man chillen, was trinken und feiern – und danach einfach nochmal von vorn anfangen.

Körnerstraße 1, tgl. 9 bis 21 Uhr

The Chug Club

In der Taubenstraße 13 auf St. Pauli liegt die perfekte Bar. Aufgemacht hat sie die Österreicherin Bettina Kupsa. Ihr ganzes Leben lang hat sie schon in Bars gearbeitet. Dabei fiel ihr eine Sache auf: Die Gläser sind oft so groß, dass man sich entweder den ganzen Abend an einen Geschmack halten muss oder sich Drinks teilt. Das wollte die Spirituosen-Kennerin gern ändern und so gibt es im Chug Club Zwischengrößen. Und diese kann man auch als Menü bestellen. Fünf kleine Cocktails plus „Zwibie“, ein kleines Zwischenbier.

Mo, Di, Mi, Do 18 bis 2 Uhr, Freitag und Samstag 18 bis 4 Uhr

Entenwerder 1

Praktisch wenn ein Café die Adresse schon im Namen trägt. Der Weg zu Entenwerder 1 führt durch den gleichnamigen Rothenburgsorter Park. Sattgrün, weitläufig und ganz unterwartet liegt er da, mitten an der Nordelbe. Direkt am Wasser befindet sich ein Ponton und darauf eines der derzeit schönsten Cafés Hamburgs. Sommerfrische inklusive. Ganz nach hinten durch trifft man auf einen Kiosk, der so viel mehr ist als das. Fenchelrisotto, Gurkensalat mit Räucherfisch oder Müsli mit Früchten gibt es hier. Dazu Kaffee einer Hamburger Rösterei und Craft-Biere – ebenfalls gebraut in Hamburg. Den umwerfenden Blick auf die Elbe gibt es ganz umsonst dazu.

Montag bis Freitag 12 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr

Immer wieder schön hier @entenwerder1 #rothenburgsort #pontoncafe #elbe #hamburg

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Lebeleicht

Erst seit kurzer Zeit eröffnet, aber schon Wallfahrtsort für die Hamburger Greenlovers. Lebeleicht serviert die frischesten kalt gepressten Säfte der Stadt, mixt großartige Smoothies und bietet leichte und leckere Snacks wie zum Beispiel Salate mit Hülsenfrüchten und roter Bete. Natürlich gibt es auch die derzeit angesagten Bowls, mit Früchten und Granola oder in der herzhaften Version.

Eppendorfer Landstraße 60, Mo bis Fr 9 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr

#acaibowl#strawberryfields#lecker#slowmagazine#metime#sonnegeniessen#zeitfürmich ☺️

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Salon Wechsel Dich

Stell dir vor, du gehst in ein Café und es sieht jedes Mal anders aus. Das ist das Konzept von Salon Wechsel Dich. Die Speisekarte bleibt gleich (Spezialität: Waffeln), die Möbel werden ausgetauscht. Je nachdem, was die Jungdesigner gerade hervorbringen, findet man es im Salon Wechsel Dich zu oft humanen Preisen. Bestickte Kissen mit nordischen Mustern, Tische aus Schiffsplanken und Uhren aus Beton können hier in Begleitung köstlicher Waffeln mit Früchten so lange angeschaut werden, bis die Verliebtheit einsetzt.

Grindelhof 62, Di bis So 10 bis 18 Uhr

#nordstil #happy #jedemengeinspiration #neueprodukte #salonwechseldich #design #grindel

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Hanseatische Materialverwaltung

Es gibt sie noch – die Projekte, die auf einem Berg aus Nächstenliebe gebaut sind. Zum Beispiel die Hanseatische Materialverwaltung, die auf Filmdrehs, Events und Messen Stoffreste, Styropor und Stühle einsammelt. Was sonst im Container landet, nehmen die Materialverwalter mit in ihr großes Zentrallager und stellen es öffentlichen Einrichtungen, Künstlern oder Vereinen zur Verfügung. Das meiste wird für kreative oder ökologische Projekte wiederverwendet. So sind zum Beispiel schon Kita-Baumhäuser aus Theaterresten entstanden. Die riesigen Hallen mit allerlei Klimbim zu besichtigen, macht immer wieder Spaß.

Stockmeyerstraße 41-43
Mo, Di, Do, Fr: 10 bis 18 Uhr, Mi: 12 bis 20 Uhr, Sa: 12 bis 16 Uhr

kaj

Ein von Dana Žaja (@dana.wow) gepostetes Foto am

Altonaer Balkon

27 Meter über der Elbe stehen, die Arme ausbreiten und den Containerschiffen zubrüllen, man wäre der König der Welt. Das geht so auch nur auf dem Altonaer Balkon am Geesthang. Wenn man damit fertig ist, kann man statt Containerriesen Hochzeitspaare angucken. Der Altonaer Balkon ist nämlich so schön, dass er bei mindestens der Hälfte der Hamburger Ehepaare im Familienalbum klebt (die andere Hälfte lässt sich in der HafenCity fotografieren). Bei warmem Wetter kann man hier wunderbar sitzen, ein kühles Astra zischen und der Schönheit der Bronze-Plastik „Fischer“ von 1968 huldigen. Balkonien wie es besser nicht sein könnte.

zwischen Palmaille und Elbhang

A nice winter day in #hamburg ,#altonaerbalkon

Ein von Kath Be (@_kathbe_) gepostetes Foto am

Animal Tracks

Wundgelaufene Füße sind ja auch nichts wert. Deshalb gibt es passendes Sneaker-Schuhwerk bei den kompetenten Fachverkäufern von Animal Tracks. Die Jungs und Mädels haben immer den heißesten Scheiß der Saison im Regal und sind dementsprechend gut besucht. Manchmal so gut, dass man anstehen muss, um einen Blick in den kleinen Laden zu werfen. Wer keine Schuhe braucht, findet hier auch Caps, Socken, Jacken und jede Menge stylische Klamotten. Irgendwas landet ja dann doch immer in der Einkaufstasche.

Colonnaden 5, Mo bis Sa 11 bis 20 Uhr

Sneak Preview im Savoy Kino

In Hamburg ins Kino? Lohnt sich, denn hier kann man mal sehen, dass der Hamburger nicht nur im Keller lacht, sondern eigentlich ein sehr geselliger Zeitgenosse ist. Die Sneak Preview im Savoy Theater ist mehr als ein Kinobesuch, bei dem man die neuesten Filme zuerst zu sehen bekommt – es ist ein Ritual. Schon die Trailer der Filmverleihe werden rituell phonetisch mit Klatschen und Schlachtrufen begleitet. Fast wie im Fußballstadion. Und auch danach kommt man nicht ganz zu ungestörtem Filmgenuss. Je nach Filmqualität gibt das Publikum Szenenapplaus oder buht ungerührt. In jedem Fall geht man mit einem Filmerlebnis plus aus dem Saal. Und war zudem in einem der schönsten Kinos der Stadt.

jeden Freitag, 22.45 Uhr (rechtzeitig Karten sichern)

Savoy! #cinema #movie #popcorn #10cloverfieldlane #movietheater #movies #film #kino

Ein von Marco! (@ocrame) gepostetes Foto am

FC St. Pauli im Millerntor-Stadion

Es gibt einen einzigen Grund, warum man unbedingt mal ins Stadion zum FC St. Pauli muss: den Ewaldbienenhonig. Kleiner Scherz an dieser Stelle. Am Honig erkennt man aber, wie unkonventionell und offen die St. Paulianer ihren Fans entgegentreten. Und das macht den Verein seit 1910 zum vielleicht sympathischsten Fußballverein aller Zeiten. Die Spielstätte der Kiezkicker liegt mitten auf St. Pauli ganz idyllisch zwischen Heiligengeistfeld, Schanze und Karoviertel. Und da kann man einer von 29.546 Zuschauern sein, wenn „Hells Bells“ von AC/DC ertönt und damit das offizielle Zeichen für ungehindertes Fantum. Die Fans hinter der braun-weißen Elf sind leidenschaftlich und stimmungsvoll – egal ob es für Pauli gut läuft oder ein Abstieg winkt. Das Millerntor-Stadion war übrigens die erste Spielstätte, in der das Rufen von faschistischen oder rassistischen Parolen verboten wurde. Kleidung der Marke „Thor Steinar“ ist hier ebenfalls untersagt. PETA wählte das Millerntor-Stadion zudem zum „tierfreundlichsten Fußballstadion“, weil es unter anderem viele vegetarische und vegane Gerichte zu kaufen gibt.

#keepoffthegrass #stpauli

Ein von Colin Taplin (@colin.taplin) gepostetes Foto am

Bereit für Hamburg?

Na, was dabei? Bestimmt doch, oder etwa nicht? Viel Spaß bei eurem perfekten Wochenende in einer der schönsten Städte der Welt! Falls ihr noch ein paar andere Hamburg-Geheimtipps parat habt, könnt ihr uns die gerne in die Kommentare schreiben. Für weitere Inspirationen könnt ihr auch noch mal selbst durch den EVENTIM Guide stöbern – es gibt noch viel zu entdecken!

Jana Rauschenbach

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