Städtetipps: Was man in Hamburg sehen muss

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Du warst noch nie in Hamburg und kannst nun endlich ein Wochenende an Alster und Elbe verbringen? Prima! Genau dafür haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt, die deinen Besuch einfach unvergesslich machen und dir sagen, was du in Hamburg sehen musst. Folgst du ihnen, kannst du am Ende auf jeden Fall mitreden, wenn es um Hamburg geht, um diese spannende Metropole, die viele Einheimische ganz unbescheiden „die schönste Stadt der Welt“ nennen.

Hier kommen unsere ultimativen Tipps für ein perfektes Hamburg-Erlebnis. Wenn ihr auf die Links im Text klickt, kommt ihr direkt zum EVENTIM Guide, dem neuen Freizeitkalender für Hamburg. Viel Spaß bei eurem unvergesslichen Trip in die Elbmetropole!

Der Hafen

Los geht es am besten gleich morgens an den Landungsbrücken mit einer zünftigen Hafenrundfahrt. Achte darauf, dass deine Barkasse möglichst auch durch die imposante Speicherstadt fährt, jenen riesigen historischen Lagerkomplex, den die UNESCO 2015 zum Welterbe erklärte. Sehenswert sind aber auch die elegant geschwungene Köhlbrandbrücke von 1974 sowie der Dreimaster Rickmer Rickmers und der alte Stückgutfrachter Cap San Diego. Lass einfach den Anblick, die Gerüche, das Schaukeln und den Sound des Hafens auf dich einwirken, der mit seinen Schleppern, Fähren, Docks, Kränen, Brücken, Möwen, Containerschiffen und sogar Musicaltheatern rund um die Uhr in Bewegung ist! Eine preisgünstige Alternative zur Hafenrundfahrt ist die Fahrt mit einer Fähre des Hamburger Verkehrsverbundes. Damit kannst du die gesamte nördliche Hafenkante erkunden oder sogar übersetzen auf die andere Seite der Elbe.

Speicherstadt und Hafencity

Wenn du es nicht schon per Schiff erledigt hast, solltest du nun unbedingt die bereits in den 1880er Jahren erbaute Speicherstadt erkunden. Der Lagerkomplex mit seinen reich verzierten Klinkerfassaden ist über Brücken erreichbar und immer wieder von Fleeten durchzogen. Alles über seine spannende Geschichte erfährst du im Speicherstadtmuseum. Wenn du schon mal vor Ort bist, solltest du gleich weitergehen bis zur Hafencity. Sie gehört zu den größten Städtebauprojekten Europas und schließt sich direkt an die Speicherstadt an. Dort findest du neben moderner Architektur, kleinen Parks und malerisch angelegten Hafenbecken auch außergewöhnliche Läden, Restaurants und Cafés. Auch große Unternehmen und die Hafencity Universität haben sich dort angesiedelt. Das alles überragende Gebäude ist natürlich die Elbphilharmonie, die 2017 eröffnen soll.

Kontorhausviertel und Museen

Falls du dich für Kunst interessierst, solltest du dich nun unbedingt in Richtung Hauptbahnhof begeben: Auf dem Weg dorthin passierst du fast nebenbei das beeindruckende Kontorhausviertel, das ebenfalls seit 2015 zum UNESCO-Erbe gehört. Besonders sehenswert ist hier der spitze Winkel des Chilehauses. Bei den Museen hast du die Qual der Wahl: Von den Deichtorhallen über das Museum für Kunst und Gewerbe bis hin zur Hamburger Kunsthalle findest du zahlreiche Häuser, die sich der Kunst widmen – und das auch noch ganz nah beieinander. Alles über die wechselvolle Geschichte der Stadt erfährst du im Hamburg Museum, das zudem ein wunderschönes Café beherbergt.

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Quirlige Straßenviertel

Um ein wenig Abstand von den Touristen-Hotspots zu gewinnen, solltest du jetzt erst einmal einige der hippen Hamburger Szeneviertel besuchen. Dort kannst du in aller Ruhe shoppen, Leute beobachten oder entspannt in Cafés oder Restaurants abhängen. Besonders beliebt sind das multikulturelle Schanzenviertel mit seinem Flohmarkt rund um die alte Rinderschlachthalle, das Karoviertel, die Lange Reihe in St. Georg sowie Eppendorf, Winterhude, Eimsbüttel und Ottensen. All diese Stadtteile bestechen auch durch wunderschön sanierte Gründerzeitgebäude.

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Der Elbstrand

Spätestens am frühen Abend musst du dich mit Handtuch oder Wolldecke an den Elbstrand begeben. Ein unumstrittenes und seit Jahrzehnten beliebtes Ziel für Hamburger und Touristen jeden Alters ist die Strandperle. Dort gibt es neben Kuchen, Brezeln und Bier vor allem viel weichen, weißen Sand – je nach Ebbe oder Flut auf einem breiteren oder auch schmaleren Streifen. Es gibt keinen schöneren Ort, um die vorbeiziehenden Pötte und die langsam tiefer sinkende Sonne zu genießen.

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Der Alte Elbtunnel

Ein Erlebnis der besonderen Art – das noch nicht einmal etwas kostet – ist ein Spaziergang durch den nahegelegenen Alten Elbtunnel. Bei seiner Eröffnung im Jahre 1911 galt er als technische Meisterleistung. Er wurde zudem wunderschön gestaltet und ist rund um die Uhr geöffnet. Besonders in den Abendstunden bietet die gegenüberliegende Elbseite einen atemberaubenden Blick über Hafen und Landungsbrücken auf die markanten Häuser und Türme der Stadt.

Aussicht

Ein Blick von oben lohnt sich immer. Dafür solltest du eine der lässigen Hotelbars aufsuchen, die hoch über den Dächern der Stadt thronen. Die schönsten Aussichten bieten die Skyline Bar 20up im Empire Riverside Hotel, das Heaven’s Nest in den Tanzenden Türmen und die Tower Bar im Hotel Hafen Hamburg. Einen grandiosen Blick über die Außenalster bietet dagegen die riesige Dachterrasse der Campari Lounge auf dem The George Hotel in St. Georg.

#20up – favorite place to be! ⚓️🍸

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Theater und Musik

Mit etwas Glück kannst du vielleicht noch ein Ticket ergattern für eine Theateraufführung im Deutschen Schauspielhaus – dem mit 1200 Plätzen sowohl größten als auch bedeutendsten Sprechtheater der Republik. Das wunderschöne neobarocke Haus liegt gut erreichbar direkt hinter dem Hauptbahnhof. Schon sein mit aufwändigem Stuck verzierter Zuschauersaal ist absolut sehenswert – doch auch die Stücke haben es in sich. Falls du lieber ein klassisches Konzert hören möchtest, kannst du dein Glück in der Laeiszhalle versuchen, die ebenfalls in neobarockem Stil aufwartet und allein im großen Saal mehr als 2000 Zuschauern Platz bietet. Für Popkonzerte bietet sich bei gutem Wetter die von hohen Bäumen eingerahmte Open Air Bühne im Stadtpark an, und für Romantiker sind die abendlichen Wasserspiele im zentral gelegenen Park Planten un Blomen genau das Richtige: mit Lichtorgeln beleuchtete Wasserfontänen zu klassischer Musik.

Die Reeperbahn

Wenn du danach noch Energie hast, dann musst du einfach auf den Kiez, auf die bekannteste sündige Meile der Welt, auf die Reeperbahn, auf der man sich nicht erst nachts um halb eins amüsieren kann. Sie und die angrenzenden Straßen tragen mit ihren zahllosen Locations dazu bei, dass Hamburg die höchste Clubdichte ganz Deutschlands besitzt. Am parallel verlaufenden Spielbudenplatz kommst du auch an der Davidwache vorbei, dem legendären Polizeikommissariat 15. Nur ein paar Schritte weiter findest du beliebte Theater- und Musicalhäuser wie das St. Pauli Theater, das Schmidts Tivoli und das Operettenhaus. Eine der coolsten Locations der Stadt dürfte der Mojo Club sein – wegen seiner außergewöhnlichen Geschichte, seines herausragenden Programms und nicht zuletzt wegen seiner futuristisch aus dem Boden ragenden Eingangsluke.

Der Fischmarkt

Auch um fünf Uhr früh am Sonntagmorgen ist in Hamburg was los – ob nun immer noch oder schon wieder: Dann nämlich startet zwischen April und Oktober der legendäre Hamburger Fischmarkt, bei dem einem auch schon mal Aale, Bananen oder Yuccapalmen um die Ohren fliegen können. In den Wintermonaten geht es erst um sieben Uhr los. Für alle Frühaufsteher ist der traditionelle Wochenmarkt ein idealer Start in den Tag – und für so manche Nachteule die letzte Station nach durchtanzten Stunden auf dem benachbarten Kiez. Vielleicht findest du auf dem Fischmarkt auch einen Stand mit Franzbrötchen. Dann solltest du unbedingt zugreifen, denn dieses köstliche Zimtgebäck gibt es nur in Hamburg.

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Michel und Krameramtsstuben

Wer danach erst richtig durchstarten will, dem empfehlen wir ein echtes Kontrastprogramm: Gottesdienst im Hamburger Michel. Das Wahrzeichen gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands und hat nicht nur fünf Orgeln und die größte Kirchturmuhr der Republik zu bieten, sondern auch einen wunderschönen Blick von der Aussichtsplattform unter seiner 132 Meter hohen Kupferkuppel. Von dort kannst du bereits die zu Füßen des Michels liegenden Krameramtsstuben entdecken – ein seit den 30er Jahren unter Denkmalschutz stehendes Fachwerk-Ensemble aus dem 17. Jahrhundert, das einen Eindruck davon vermittelt, wie das enge Hamburger Gängeviertel einst ausgesehen hat.

Die Altstadt

Nur einen Katzensprung entfernt befindet sich das Herz der Hansestadt, der Altstadtkern. Malerisch folgen die Straßen dem Halbkreis des alten Nikolaifleets, wo sich vor bald 900 Jahren der Hamburger Hafen entwickelte. Auf jeden Fall solltest du durch die charmante Deichstraße schlendern. Und falls du allmählich Hunger bekommst: Inmitten von Kopfsteinpflaster und historischen Häusern befindet sich das bretonische Restaurant Ti Breizh, das nicht nur mit köstlichen Crêpes und Galettes überzeugt, sondern auch mit seinem Terrassen-Ponton, der sich den Gezeiten folgend hebt und senkt. Wer statt Cidre lieber Kaffee trinkt, ist ein paar Schritte weiter an der richtigen Adresse – in der Nord Coast Coffee Roastery. Frisch gestärkt ist es von dort auch nicht mehr weit bis zum prunkvollen Hamburger Rathaus, das beeindruckende Führungen anbietet.

Die Alster

Vorbei an Alsterarkaden und Jungfernstieg geht es weiter in Richtung Alster. Bei schönem Wetter ein absolutes Muss: Leih dir an einer der zahlreichen Verleihstellen der Außenalster ein Kanu oder Ruderboot aus, mit dem du auch unter den kleinsten Brücken durchpasst. Von baumverhangenen Fleeten aus lassen sich die schmucken Gärten der mondänen Villen besonders gut bewundern. Oder aber einfach: Paddel einziehen, hinlegen, Seele baumeln lassen – am besten auf dem runden Rondeelteich, wo nicht so viel Verkehr ist.

Baden

Falls du nun Lust bekommen hast, schwimmen zu gehen: Es ist zwar nicht verboten, in der Außenalster zu baden, doch empfehlenswert ist es auf keinen Fall, denn das Wasser ist nicht nur flach und trüb, sondern auch stark frequentiert von Alsterdampfern sowie Motor-, Segel- und Ruderbooten jeder Art. Außerdem gibt es viele schöne Freibäder in der Stadt, allen voran das naheliegende Naturbad Stadtparksee, das einen herrlichen Blick über die Stadtparkwiese bis hin zum Planetarium bietet, sowie das legendäre Kaifu-Bad mit seiner alten Tribüne, einem Zehn-Meter-Sprungturm, vielen grünen Wiesen und einem 50-Meter-Becken.

#Stadtparksee#hamburg

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Das Treppenviertel

Wenn du noch Kondition und etwas Zeit für einen kleinen Ausflug hast, solltest du dir unbedingt ansehen, was es mit dem Blankeneser Treppenviertel auf sich hat. Dort kann man zwar ganz schön ins Schwitzen kommen, doch die immer wieder neuen und spektakulären Sichtachsen entschädigen für jede Mühsal. In Blankenese ist Hamburg so hügelig, dass du mit Auto oder Fahrrad nicht weit kommst. Stattdessen geht es zu Fuß immer wieder treppauf und treppab, vorbei an herrschaftlichen Villen und immer mit einem atemberaubenden Blick über die Elbe. Unten am Strand kannst du deine Füße in der Brandung kühlen. Und für den kleinen Hunger zwischendurch solltest du dir an dieser Stelle mal ein Fischbrötchen und ein Alsterwasser gönnen.

#treppenviertel #hamburg #blankenese #sonntagsspaziergang #welovehamburg

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Wilhelmsburg

Eine schöne Alternative ist auch ein Ausflug nach Wilhelmsburg – die weltweit größte bewohnte Flussinsel nach Manhattan. Nach einem kurzen Abstecher ins szenige Reiherstiegviertel und einem kleinen Spaziergang durch den Inselpark, der mit tollen Skate- und Kletteranlagen besticht, solltest du unbedingt den Energiebunker aufsuchen, einen alten Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Ganz oben lädt das Café vju dazu ein, bei einem Stück Kuchen oder anderen Köstlichkeiten den weiten Blick über Hafen und Stadt zu genießen – entweder von drinnen oder von der riesigen Dachterrasse, die sich in 30 Metern Höhe einmal um den gesamten Bunker zieht.

Bereit für Hamburg?

Na, was dabei? Bestimmt doch, oder etwa nicht? Viel Spaß bei eurem perfekten Wochenende in einer der schönsten Städte der Welt! Falls ihr noch ein paar andere Hamburg-Tipps parat habt, könnt ihr uns die gerne in die Kommentare schreiben. Für weitere Inspirationen könnt ihr auch noch mal selbst durch den EVENTIM Guide stöbern – es gibt noch viel zu entdecken!

Text: Gesa Lampe

EVENTIM Blog

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