ELBRIOT 2016 – es war bombastisch mit dir!

elbriot festival 2016

Bei seiner vierten Auflage präsentierte sich das Elbriot Festival in Hamburg erstmals als Zweitagesfestival und begeisterte die Metalheads am Freitag und Samstag mit feinsten Metalklängen. Die Bands waren stark, das Wetter hielt, die Stimmung war genial – wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr! Aber zunächst lassen wir die 2016er-Ausgabe noch einmal Revue passieren.

ELBRIOT 2016 – Tag 1

Aufatmen: Als am Freitagnachmittag des Elbriot auf dem Gelände des Hamburger Großmarkts erstmals schon an einem Freitag seine Pforten öffnet, ballert heiße Augustsonne auf den Asphalt nieder. Der Festivalgänger, der in diesem Sommer so einige Wetterkapriolen zu erdulden hatte, wird heute ein wenig mit dem Wettergott versöhnt und kann das obligatorisch mitgeführte Regencape eingepackt lassen. Dem perfekten Metal-Wochenende steht also nichts im Wege!

elbriot festival 2016

Welcome to the Riot!

Als um 17 Uhr die US-Thrash-Veteranen Testament das Festival eröffnen, sitzen wir noch hinten im Backstage und führen Interviews mit Sabaton, Steel Panther und Powerwolf für unsere Elbriot-Snapchat-Story. Augen- und Ohrenzeugen berichten später aber, dass die Amis einen furiosen Gig abgeliefert und mit Tracks wie „Into The Pit“ und „Formation of Damnation“ schon mal ordentlich die Stimmung angeheizt haben.

Apropos Snapchat-Story – wenn ihr die verpasst haben solltet (jetzt folgt halt endlich @eventimgermany auf Snapchat!), könnt ihr sie jetzt ausnahmsweise noch einmal anschauen! Darin: Interviews mit Sabaton-Sänger Joakim Brodén, den Steel Panthers Satchel und Stix sowie Attila Dorn und Falk Maria Schlegel von Powerwolf. Und natürlich jede Menge Backstage-, Bühnen- und Festivaleindrücke!

Schau dir hier noch mal unsere Snapchat-Story vom 1. Tag des ELBRIOT 2016 an

elbriot steel panther

Immer wieder ein Erlebnis: Steel Panther live!

Im Anschluss an Testament stürmen die verrückten Glam-Metal-Haarmonster Steel Panther die Bühne und liefern wie immer eine durchgeknallte Show zwischen Sex-Witzen, Dicke-Hose-Posen und erstklassigen Hardrock-Nummern wie „Asian Hooker“, „Community Property“, „Party Like Tomorrow Is The End Of The World“ und natürlich der Band-Hymne „Death To All But Metal“ ab. Zu „17 Girls In A Row“ laden die Jungs aus Los Angeles natürlich wie immer ein paar Mädels zum Tanzen auf die Bühne ein – keine Panther-Show ohne Party auf der Bühne! Ende September kehren die lustigen Vier übrigens wieder für ein paar Shows nach Deutschland zurück. Die Hamburg-Show ist zwar schon ausverkauft, andernorts gibt es aber noch ein paar Tickets für Michael Starr, Satchel, Lexxi Foxx und Stix Zadinia: Schaut doch mal hier nach, ob es noch Tickets für Steel Panther in eurer Nähe gibt – es lohnt sich!

elbriot powerwolf

Großer Entertainer: Attila Dorn von Powerwolf

Gleiches gilt auch für Deutschlands Metal-Überflieger Powerwolf, die die warmgespielte Meute von Steel Panther übernehmen und mit „Blessed & Possessed“ sofort in die Vollen gehen. Mit ihrer unbändigen Energie und Metal-Hymnen der Marke „Army Of The Night“, „Amen and Attack“ und „Armata Strigoi“ erobern die Wölfe um Sänger Attila Dorn die Menge im Sturm und machen richtig Lust auf ihre bevorstehende Tour Anfang 2017, bei der sie zusammen mit Epica durch Deutschland ziehen – und für die sie just nach dem Elbriot noch eine neue Hamburg-Show bestätigt haben. Tickets für Powerwolf bekommt ihr hier.

Dann kommt der Höhepunkt des Abends: Am Tag der Veröffentlichung ihres neuen Studioalbums „The Last Stand“ fahren die schwedischen Metal-Recken Sabaton (wortwörtlich) ihren Panzer auf die Bühne und feuern neben Pyro aus Raketenwerfern auch jede Menge Hymnen ins Volk: „Klassiker“ wie „Carolus Rex“, „Primo Victoria“ oder „Ghost Division“ mischen sich mit neuen Hits wie „Shiroyama“, „Blood Of Bannockburn“ oder „The Last Stand“ zu einer perfekten Power-Metal-Symbiose. Auch wenn die Band um Sänger Joakim Brodén aufgrund ihrer Kriegsmetaphorik sicher nicht unbedingt jedermanns Sache ist, muss man Sabaton und ihrer mitreißenden Live-Show doch uneingeschränkte Headliner-Tauglichkeit attestieren. Wer auf stampfenden, aufputschenden Metal steht, muss diese Jungs einmal live erlebt haben. Im Frühjahr 2017 kommen Sabaton mit ihrer bis dato größten Tour nach Deutschland. Schaut doch mal auf der „The Last Tour“ vorbei – Tickets für Sabaton gibt es hier.

elbriot sabaton

Heroische Posen und stampfende Metal-Hymnen: Sabaton eben!

ELBRIOT 2016 – Tag 2

First things first: Checkt hier die Snapchat-Story vom 2. ELBRIOT-Tag!

Stand Tag 1 mehr im Zeichen des Heavy Metals, wird es heute musikalisch ein bisschen deftiger: Mit Nasty und Fear Factory geht es gleich mal richtig nach vorne – alle wach?! Gut. Denn im Anschluss knüppeln At The Gates ein fulminantes Set über den Großmarkt, das neben Klassikern wie „Slaughter Of The Soul“ natürlich auch diverse Songs ihres gefeierten Comeback-Albums „At War With Reality“ von 2014 bereithält. Ein fulminanter Gig, der das Herz eines jeden Oldschool-Metalheads erwärmt.

elbriot paradise lost

Tonnenschwer: Paradise Lost!

Ohnehin ist „Oldschool“ das Motto des Tages: Mit Paradise Lost, Carcass und Slayer werden noch drei weitere Metal-Kultbands folgen, die schon in den 80ern und 90ern zur Speerspitze des Genres zählten. Zunächst gefallen Paradise Lost mit ihrem tonnenschweren Gothic-Groove und Klassikern wie „Pity The Sadness“ oder „Eternal“ – aber natürlich schmettern sie auch die Highlights ihres aktuellen Albums „The Plague Within“ ins Publikum.

Mit Asking Alexandria folgt dann eine Band, die an diesem Tag musikalisch ein wenig heraussticht – aber genau das war ja schon immer eine Trademark dieses Festivals: Im Line-up immer mal wieder ein paar geschickte Konterpunkte zum musikalischen Leitfaden zu setzen und damit möglicherweise aufkeimende Monotonie gleich im Keim zu ersticken. Auch wenn die Oldschool-Fans ein wenig pikiert die Nase rümpfen, gibt die junge britische Metalcore-Band aus York ihr Bestes und entfacht ein ordentliches Moshpit vor der Bühne. Naturgemäß passen die Jungspunde nicht so wirklich zum Rest des Line-ups, doch mit Krachern wie „Not The American Average“, „I Won’t Give In“ oder „The Black“ bieten sie eine willkommene stilistische Abwechslung vom Rest des Programms. Und wer’s nicht mag, der geht einfach neues Bier holen oder ein wenig auf dem Großmarktgelände spazieren, das neben vielen kulinarischen Angeboten auch genug Sitz-Möglichkeiten für ermüdete Metal-Warriors bietet.

elbriot asking alexandria

Asking Alexandria: Ein bisschen was Modernes kann ja auch nicht schaden!

Danach folgt ein echtes Massaker: Carcass, die britischen Metal-Sezierer und Grindcore-Urgesteine, legen mal eben den mächtigsten Gig des bisherigen Festivals hin – phänomenal, wie sich Jeff Walker und Kollegen durch ihr komplettes Werk häckseln und dabei natürlich auch die unsterblichen Klassiker der „Heartwork“-Ära zum Besten geben. Bei so einer umwerfenden Performance steigt dem ein oder anderen gestandenen Metalhead schon ein bisschen Pipi in die Augen und die Nackenhaare stellen sich auf.

Der vorletzte Act des Festivals ist die US-Prog-Metal-Band Mastodon, die noch mal einen kleinen musikalischen Abstecher einlegt, bevor schließlich die mächtigen Slayer die Bühne abreißen. Mastodon sind… nun, Mastodon sind einfach Mastodon. Ihr Sound ist einzigartig, ihre Live-Performance ist auf den Punkt und alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Songs wie „The Motherload“ oder „The Wolf Is Loose“ verschmelzen mit der stimmungsvollen Live-Show zu einem audiovisuellen Hochgenuss.

elbriot mastodon

Völlig versunken: Mastodon-Fronter Troy Sanders

Und dann kommt das große Finale: Zum zweiten Mal nach 2013 geben Slayer den Headliner des Elbriot – und wer sich an den Auftritt bei der ersten Ausgabe des Hamburger Festivals erinnert, weiß, dass Tom Araya, Kerry King, Paul Bostaph und Gary Holt die perfekte Wahl für den Abschlussgig auf dem Hamburger Großmarkt sind. Wenn Slayer die Säge auspacken, gibt es kein Halten mehr: Während sich langsam die Dunkelheit über diesen wunderbaren August-Samstag legt, der erfreulicherweise trocken geblieben ist, feiern die versammelten Mealheads zu Slayer-Evergreens wie „Seasons In The Abyss“, „South Of Heaven“, „Raining Blood“ oder dem grandiosen Finale „Angel Of Death“. Doch auch neue Trommelfell-Schänder wie „Repentless“ oder „You Against You“ vom aktuellen „Repentless“-Album donnern aus den Boxen und lassen die Nacken kreisen, die Pommesgabeln in die Höhe schnellen und heisere Kehlen bis zum Stimmbandriss „Slayaaaaaaaaa!!!“ grölen. Und wir grölen mit: „Slayaaaaaaaaa!!!“

elbriot 2016 slayer

Würdiger Headliner: Tom Araya und seine Schlachter liefern das perfekte Thrash-Brett ab

Der finale Lobgesang gebührt dem Elbriot Festival als Ganzem – auch 2016 hat hier wie immer alles zusammengepasst: Das Line-up war hochkarätig, die Organisation perfekt und der Sound eine reine Ohrenweide. Auch der Ansatz, das Festival auf zwei Tage zu splitten und somit auch thematisch ein bisschen aufzuteilen, war eine ziemlich gute Idee. Sind in den Vorjahren mitunter einige der namhaften Bands in der Fülle des Angebots ein wenig untergegangen, war diesmal alles perfekt austariert. Wir sind 2017 definitiv wieder dabei – ihr auch, oder?!

Seht hier unsere Galerie vom ELBRIOT 2016

Elbriot - Mastodon

Bilder: Ben Foitzik


ELBRIOT >>> TICKETALARM

Lust aufs Elbriot 2017? Dann meldet euch doch am besten hier für den Elbriot-Ticketalarm an – ihr werdet dann sofort informiert, sobald die ersten Tickets erhältlich sind.


Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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