LEWIS & LEIGH: Aus Nashville ins Spotlight

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„Ladies first“ schreibt die Etikette eigentlich vor. Weil es ihnen aber immer um den Klang geht, machen Lewis & Leigh bei der Reihenfolge ihrer Nachnamen im gemeinsamen Bandprojekt eine Ausnahme. Alva Lewis und Al Leigh machen gemeinsam Americana-Musik. Die außergewöhnliche stimmliche Harmonie der beiden macht die Songs so bemerkenswert. Im Mai ist das Duo in Deutschland live zu sehen. Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bis zum gemeinsamen Debüt-Album „Ghost“ war es ein weiter Weg. Die beiden trennten immerhin einige tausend Kilometer inklusive dem Atlantik – vom Mississippi bis nach Wales ist es nicht gerade ein Katzensprung. Schließlich trafen sich die beiden aber durch eine schicksalhafte Fügung 2012 im Songwriter-Mekka Nashville/Tennessee. Was für ein Glück für alle Fans von handgemachter, amerikanischer Folk-Musik.

Alvas Weg dorthin begann schon 2005, als sie das heimische Gulfport zum Studieren verließ. In Nashville angekommen, begann sie dann auch direkt damit, sich musikalisch auszutoben. Kaum eine Club Night oder Open Mic Session, die sie ausließ. Dann ein erstes, selbstbetiteltes Solo-Album und mit „Calling Me“ einen Song, der eine Folge von Grey’s Anatomy musikalisch untermalt. Trotzdem erschöpft sie die Stadt irgendwann: „In Nashville hat jeder den gleichen Traum, alle wollen den Durchbruch als Musiker. Das ist ganz schön einschüchternd und nicht immer gut für die Kreativität.“ Sie tritt zwei Jahre lang nicht mehr auf, schreibt keine Songs mehr.

Der Waliser Al hat schon vier Alben aufgenommen, bevor es ihn nach Nashville verschlägt. Drei davon in Walisischer Sprache. 2012 kommt er dann in die Vereinigten Staaten um sein nächstes Album zu produzieren. Ein gemeinsamer Bekannter stellt Alva und Al schließlich einander vor und die beiden beschließen, sich gegenseitig Songs zu schreiben. Schnell stellen sie aber fest, dass ihre Stimmen ungewöhnlich gut harmonieren. Ihre Vorbilder wie Fleetwood Mac, Simon and Garfunkel oder Carole King und James Taylor stammen zwar aus den 70ern, trotzdem kreieren die beiden einen äußerst zeitgemäßen Klang für ihre ganz eigene Interpretation von Americana.

Lewis & Leigh – „Piece of Gold“

Das liegt sicherlich auch daran, dass sie ihren Lebensmittelpunkt nach London verlegt haben. So bricht ihr Sound ein Stück weit aus dem stark von Country und Blues geprägten Nashville-Americana aus – und wird um eine europäische Facette erweitert.

„Ghost“ ist ein ganz persönliches Album. „Es geht um Menschen, die wir lieben, Menschen die wir verloren haben, aber auch um unsere Träume und Hoffnungen.“ Es bietet auf 10 Songs durchgehen zweistimmigen Harmoniegesang von zwei Stimmen, die die perfekte Symbiose eingehen.

Kein Wunder, dass Lewis & Leigh beim UK Americana Music Award richtig abgeräumt haben. „Best UK Album“ und „Best UK Song“ sind die Auszeichnungen, die sich die beiden ab jetzt voller Stolz ans Revers heften dürfen. Fettes Lob von namenhaften Zeitungen wie The Guardian, Q Magazine und Scottish Daily Express inklusive. Unbedingt reinhören!

Bild: Rachell Smith


LEWIS & LEIGH – Auf Tour erleben!

04.05.2017 – Mannheim, Capitol
05.05.2017 – München, Südstadt
06.05.2017 – Dresden, beatpol
07.05.2017 – Köln, Studio 672



LEWIS & LEIGH >>> TICKETS

Ihr wollt dabei sein, wenn Lewis & Leigh live verzaubern? Na dann: Tickets gibt’s bei EVENTIM!


Felix Goth

Hört Musik aus jedem Genre, weil es überall was zu entdecken gibt - und wenn es nur die Faszination am Absurden ist.

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