Die BROILERS packen aus im TourTalk-Interview!

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Oh Froi!de: Unsere Lieblings-Punkrocker – die Broilers – setzen Ende 2017 ihre Tour zum aktuellen Album „(sic!“) fort, das im Februar auf Platz #1 der Charts kletterte! Einer Punkrock-Band widerfahren auf so einer Tour doch bestimmt immer wieder kuriose Dinge, oder nicht? Wir haben mal nachgefragt bei den Düsseldorfern: Im EVENTIM TourTalk packen Bassistin Ines Maybaum und Keyboarder Chris Kubczak ihre besten Storys aus.

Hach, was haben wir Bock, die Broilers im November und Dezember wieder live in Aktion zu erleben! Seid ihr auch dabei, wenn Sammy Amara & Co. mit Hymnen wie „Ist da jemand“, „Tanzt du noch einmal mit mir?“, Keine Hymnen heute“, „Bitteres Manifest“, „Harter Weg (Go!)“ „Ihr da oben“ oder „Meine Familie“ durch die Republik reisen und die Hallen abreißen? „Wo es hingeht“? Keine Frage – das kann doch „Nur nach vorne gehen“!

Tickets für die Endjahresshows und die beiden Juli-Gigs in Dresden (14.7., Filmnächte am Elbufer) und Berlin (15.7., Wuhlheide) bekommt ihr auf eventim.de. Jetzt aber lassen wir die Broilers sprechen!

Broiler-Ines und Broiler-Chris im Interview

Und für alle, die lieber lesen als schauen, gibt’s das Ganze hier noch mal in Textform:

Was war euer peinlichster Tour-Moment?

Ines: Boah, da gibt’s ne Menge, oder? Ich glaube, mein peinlichster Moment war, als wir auf einem Festival in Spanien gespielt haben. Es war kurz vor Bühnenzeit und ich musste unbedingt noch mal Pipi. Dann war ich auf dem Dixiklo und hörte auf einmal nur so „Ja, wir warten hier noch auf unsere Bassistin, die Ines!“ Und ich so „neee, die Jungs sind schon auf der Bühne!“, und dann hab ich nur schnell die Hose hochgezogen und bin auf die Bühne gerannt. Das war schon kurios.
Chris: Oder als dir der Sender ins Klo gefallen ist.
Ines: Ähm, das auch, ja. Es sind mehrere Geschichten passiert (lacht). Das war zwischen einer Zugabe, als wir kurz eine Pause gemacht haben. Und ich musste so doll Pipi, weil wir auf der Bühne ja doch einiges trinken…
Chris: Sie macht sehr viel Pipi.
Ines:… aber wirklich (lachen)! Den Sender haben wir ja meistens hinten in der Po-Tasche, und als ich kurz die Hose runtergezogen habe, merkte ich, dass der Sender ins Klo gefallen ist.

Wo hattet ihr euren schlimmsten Tour-Kater?

Ines: Das ist wirklich schwer, weil wir so viele Kater hatten. Sich jetzt wieder daran zu erinnern, wo und wann das war…
Chris: … das schließt sich ja auch gegenseitig aus, der fiese Kater und das Erinnern.
Ines: Einmal, das ist auch schon ein bisschen länger her, hat der Busfahrer irgendwann mitten in der Nacht angehalten und gesagt „Es reicht, die Leute kotzen hier aus den Betten, es ist laut, ich fahr so nicht weiter!“ Das ist eigentlich eine Geschichte, die ich immer gern erzähle, weil wirklich ununterbrochen jeder aus seiner Koje gekotzt hat.
Chris: Ich nicht.
Ines: Stimmt, du nicht. Ich schon. Ich kann mich nicht freisprechen (lacht). Da waren wir alle auch sehr hacke, das war hart.

Was war die sonderbarste Form der Bezahlung, die ihr mal für einen Live-Auftritt bekommen habt?

Chris: Keine Bezahlung.
Ines: Oder Quittungen oder Rechnungen, die auf einem Handtuch geschrieben wurden, damit wir irgendetwas schriftlich haben.
Chris: Das war aber schon zu einer Zeit, als die Touren größer wurden. Da gab’s dann Rechnungen auf Servietten von Crew-Mitgliedern, die als freie Mitarbeiter dabei waren. Da haben wir beim Finanzamt mal ein Handtuch eingereicht, das hat die sehr gefreut (lacht).
Ines: Ansonsten war es früher Standard, dass man für Sprit, Essen und Verpflegung bezahlt wurde. Aber das war ja auch vollkommen okay, das hat ja auch gereicht.

Womit lässt sich das Gefühl vergleichen, wenn man vor Tausenden von Menschen auf der Bühne steht?

Ines: Ich glaube, man kann das gar nicht mit was anderem vergleichen. Ich überlege gerade. Das ist wirklich irgendwie einmalig, für mich zumindest. Es fängt so bei den Füßen an und fährt dann mit einem „Wuff!“ durch den Körper. Ich glaube, das überträgt sich meistens auch auf mein Gesicht und mein Lachen. Man merkt, das ist Euphorie irgendwie…
Chris: Euphorie, Adrenalin, das kommt alles zusammen – das kann man nicht beschreiben.
Ines: Das ist eine körpereigene Droge, die sehr viel Spaß macht.
Chris: Vielleicht haben wir die Drogen noch nicht genommen, die genau dieses Gefühl hervorrufen.
Ines: Das kann natürlich auch sein.
Chris: Da mag’s was geben, aber ich kenn’s nicht.
Ines: Aber das reicht auch.

Was habt ihr auf Tour schon mal verloren?

Ines: Den Autoschlüssel…
Chris: Ne ganze Handtasche mit dem Autoschlüssel!
Ines: Aber es ging nicht verloren, sondern es wurde mir sogar gestohlen!
Chris: Da waren wir in der Schweiz auf dem Gampel Open Air. Da hat Ines sich leider die Handtasche klauen lassen aus dem Backstage und wir kamen nicht mehr ins Auto und an unsere Sachen. Dann mussten wir mit dem Zug aus Gampel zurückfahren – das war auch ein schöner Katermorgen.
Ines: Wir mussten aber erst die Nacht auf dem Festival verbringen mit den Klamotten, die wir anhatten, weil wir an nichts anderes mehr gekommen sind.
Chris: Für die Interessierten gibt es unter dem Stichwort „Liebesgrüße aus der Schweiz“ auf YouTube ein schönes Video. Da gibt’s dann auch Kater-Impressionen. Von mir, vor dem Bahnhof.
Ines: Das war eigentlich ein schöner Kater, das solltet ich euch auf jeden Fall ansehen.

Na gut, wenn ihr das sagt…

Noch ein paar letzte Broilers-Worte?

Ines: Vielen Dank fürs Zusehen, wir hoffen es hat euch gefallen und ihr konntet ein paar Einblicke unseres Tourlebens erhaschen. Und… so viel saufen wir gar nicht.
Chris: Genau, wir sind gar nicht so alkoholkrank, wie wir immer tun.
Ines. So, und jetzt nen Schnapps! (Lachen)

Na dann vielen Dank und Prost, liebe Broilers! Wir sehen uns bei euren Shows!


BROILERS – Live 2017
 23.11.2017 – Wetzlar, Rittal-Arena 
 25.11.2017 – Schwerin, Stadthalle 
 01.12.2017 – Düsseldorf, ISS Dome 
 07.12.2017 – Freiburg, SICK-Arena 
 08.12.2017 – Saarbrücken, Saarlandhalle 
 14.12.2017 – Koblenz, Conlog Arena 
 15.12.2017 – Mannheim, Maimarkthalle 
 16.12.2017 – Dortmund, Westfalenhalle 
 27.12.2017 – Zwickau, Stadthalle 
 28.12.2017 – Bamberg, Brose Arena 
 29.12.2017 – München, Zenith 


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Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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