Film, Musik, Filmmusik – VON EDEN im Spotlight

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Manchmal ist der Zufall der beste Freund der Musik, so auch im Fall Von Eden. Der Gründung der Band liegt nämlich in der Tat ein reiner Zufall zugrunde: Sänger und Gitarrist der Band Christoph Letkowski ist nicht nur Musiker, sondern auch Schauspieler. Er spielte in „Feuchtgebiete“ den Pfleger Robin, der genau wie er selbst Lieder schreibt – und da man am Set von Christophs musikalischer Seite wusste, ließ man ihn einen Song für den Soundtrack beisteuern. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt.

Und die geht so: Letkowski trommelt für die Filmband seine Musikerfreunde Matthias Preisinger (Violine, Mandoline), Philipp Rohmer (Kontrabass, Bass) und Nicolai Ziel (Schlagzeug, Percussion) zusammen. Man gründet Von Eden, schreibt drei Songs für den Film, von denen es „Land in Sicht“ dann in der Tat auch auf den Soundtrack schafft. Ilker Aydin, der in der illustren Reihe der Gründungsmitglieder nicht unerwähnt bleiben soll, springt nach diesem Auftakt für die Bandkarriere übrigens ab und widmet sich nach erfolgreichem Medizinstudium lieber seiner eigenen Praxis.

Von Eden haben einen Sound, der ein bisschen untypisch für eine deutsche Band ist. Der eigentlich klassische Indie-Songwriter-Sound wird nämlich mit Mandoline und Violine um eine ungewöhnliche Facette erweitert. Wären die Texte nicht auf Deutsch, man könnte denken, dass man grade Mumford & Sons hört. Apropos hören: Vom Debüt-Album „Wir sind hier“ (erscheint voraussichtlich am 11. August) kann man sich bisher mit drei Songs vergnügen. Und die Gelegenheit sollte man nutzen, die machen nämlich richtig Spaß. Beim schauspielerischen Hintergrund von Letkowski wundert es nicht, dass die Videos auch noch richtig tolle Geschichten erzählen.

VON EDEN – Die Reste meines Lebens

Bemerkenswert ist aber nicht nur die breite Instrumentierung mit ihren detailverliebten Melodien, sondern auch der klare Fokus aufs Songtexten. Von Eden sind in ihren Aussagen offener und mutiger als andere Musiker aus Deutschland. Die Texte sind konkret und trotzdem bildreich und poetisch. Man merkt, dass die Jungs keine Zwanzig mehr sind, sondern mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Da sprechen Menschen, denen keine Themen peinlich sind und die nicht krampfhaft cool wirken wollen. Daraus resultieren dann natürlich Songs, denen eine Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit innewohnt.

Bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, warum Von Eden jetzt eigentlich Von Eden heißen. Laut Bandwebsite geht es zumindest nicht um James Dean, der mit der Verfilmung von „Jenseits von Eden“ berühmt wurde. Auch nicht im den Hamburger Herrenausstatter gleichen Namens. Und erst recht nicht um irgendwelche Verbindungen mit Bibel und Paradies.

Vielleicht wird das Geheimnis ja gelüftet, wenn Von Eden im September auf Tour sind. Tickets für die Konzerte gibt es jetzt schon auf eventim.de.

Bild: Mathias Bothor


Von Eden – „Wir sind hier“-Tour 2017
 20.09.2017 – Hannover, Lux 
 25.09.2017 – Leipzig, Täubchenthal 
 26.09.2017 – Saarbrücken, Garage Kleiner Klub 
 02.10.2017 – Berlin, Musik & Frieden 
 03.10.2017 – Köln, BLUE SHELL 
 04.10.2017 – Hamburg, Nochtspeicher 


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*natürlich wie immer nur solange das Kontingent reicht!


Felix Goth

Bevor Felix 2017 zur EVENTIM-Redaktion stieß, war er als Texter in verschiedenen Werbeagenturen tätig. Weil sein Herz aber schon immer im Bereich von 60 bis 128 bpm schlägt, war der Schritt ins Musikbiz keine große Sache - eher so ein freudiger kleiner Hüpfer. Felix ist im Niveau flexibel und kann sich für Musik aus allen Genres begeistern. Eine gute Show bleibt eben eine gute Show, egal ob da jetzt feingeistiger Singer-Songwriter-Sound aus der Box perlt oder fette Hip-Hop-Beats dröhnen.

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