KADAVAR aasen wieder mit großartigen Rocksongs

kadavar tour tickets 2017

Ganz ehrlich: Dieses Foto der Berliner Rockband Kadavar, auf das ich jetzt schon seit fünf Minuten verwirrt starre, ist hochgradig verstörend! Übt zugleich aber auch eine morbide Faszination aus, der man sich schwer entziehen kann. Im Prinzip eine Analogie zur Musik des bärtigen Trios, die einen von Minute zu Minute mehr in ihren Bann zieht. Daher die aufrichtige Warnung: Nehmt euch vor dem neuen Kadavar-Album „Rough Times“ in Acht, das morgen veröffentlicht wird. Suchtgefahr!

Unerbittlich malmt das Riff den Hörkanal zu Brei. Die neue Kadavar-Scheibe, das mittlerweile vierte Studioalbum der Berliner, ballert seit ein paar Minuten aus den Boxen und hat ihren Hörer längst in ihren erbarmungslosen Würgegriff genommen. Die ersten vier Tracks „Rough Times“, „Into The Wormhole“, „Skeleton Blues“ und „Die Baby Die“ schrauben sich mit ihrem hypnotisch rockenden Monstersound immer tiefer in die Gehirnwindungen – Widerstand zwecklos, diese Platte ist großartig, egal was die kommenden sechs Songs noch bringen mögen!

So höret und werdet irr:

Schubl-adé

„Die Leute stecken dich immer gerne in eine Schublade“, konstatieren Kadavar. „Und deshalb ist es unser Job, uns unsere eigene Schublade zu kreieren und sie KADAVAR zu nennen.“ Im Bisley eingeschoben wird das gute Stück dann irgendwo zwischen Black Sabbath und Retro-Rockern wie Mammoth Mammoth, Graveyard oder Witchcraft. Der Container selbst ist mit einem (handgeschriebenen) Aufkleber mit der Aufschrift „Geilster Rock“ versehen.

Die neue Scheibe wird übrigens auch nach der Hälfte immer noch intensiver und unheilvoller: Nach dem treibenden, extrem dynamischen „Vampires“ entspinnt sich mit „Tribulation Nation“ ein fünfminütiger Rock-Kracher, der echtes Hitpotenzial hat. Weitere O(h)rgasmen folgen mit dem blacksabbathigen „Words Of Evil“, dem verspielten „The Lost Child“ und dem bluesig-grungigen „You Found The Beast In Me“, bevor dieses famose Album mit dem psychedelisch mäandernden „A L’Ombre Du Temps“ ein gebührliches Ende findet.

Ab ins Wurmloch mit Kadavar:

Respekt, Kadavar: „Rough Times“ ist ein Meisterstück, das sich durch seine düstere Grundstimmung deutlich vom eher luftigen Vorgänger „Berlin“ absetzt, ohne dabei auf die kadavrigen Trademarks zu verzichten: Monsterriffs und geile Melodien! Anspieltipps: „Skeleton Blues“, „Tribulation Nation“ und natürlich „Die Baby Die“.

Neben der Albumveröffentlichung gibt es noch weitere gute News für Fans saftiger Rockmusik: Schon bald begeben sich Kadavar auf ausgedehnte Tour – der Startschuss fällt am 12. Oktober in Essen und führt danach bis Ende des Jahres einmal quer durch die Republik. Das solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen! Tickets bekommt ihr auf eventim.de. Tanzt den Skeleton Blues!

Ihr seht übrigens aus, als könntet ihr noch ein weiteres Kadavar-Bild vertragen!

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Bilder: Elizaveta Porodina


KADAVAR – Live 2017
 12.10.2017 – Essen, Zeche Carl 
 13.10.2017 – Hamburg, Markthalle 
 14.10.2017 – Leipzig, Conne Island  
 27.10.2017 – München, Backstage  
 05.11.2017 – Nürnberg, Hirsch 
 08.11.2017 – Hannover, Capitol 
 15.11.2017 – Köln, Bürgerhaus Stollwerck 
 16.11.2017 – Wiesbaden, Schlachthof 
 17.11.2017 – Stuttgart, LKA Longhorn 
 18.11.2017 – Berlin, Columbiahalle 
 20.12.2017 – Bremen, Tower 
 21.12.2017 – Mannheim, Alte Feuerwache 
 22.12.2017 – Münster, Sputnikhalle 
 28.12.2017 – Chemnitz, AJZ Talschock 

KADAVAR >>> TICKETS

Bock auf monströse Rockriffs? Dann holt euch eure Tickets für Kadavar – ihr werdet es nicht bereuen!


Ben Foitzik

Nach dem Studium hat Ben als Musik- und Filmredakteur sowie als Konzertfotograf gearbeitet, bevor er 2014 zur EVENTIM-Redaktion stieß. Sein Herz schlägt für harte Klänge und Stromgitarren, außer Rand und Band gerät er bei Kvelertak, Biffy Clyro oder Ghost. Hat Stand heute 5.267 Live-Konzerte gesehen – das irrsinnigste: Rammstein. Wird noch seinen Enkeln erzählen, dass er mal Ozzy Osbourne interviewt hat. „Ist ja gut, Opa, aber MACH MAL DIE MUSIK LEISER!“

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